Berta Drews

geb. 19. November 1901 in Tempelhof; gest. 10. April 1987 in Berlin

Beruf: Schauspielerin
GND-Nummer: 118812475

„[...] Berta Drews, die wie ein paar andere ihrer Generation höchste Triumphe aber eben auch größte Notzeiten, ja auch Denunziationen und Demütigungen durchlebt hat. Die nicht daran zerbrach, die an ihrem Schicksal wuchs bis heute und die aus dem Berliner Theaterleben der letzten 40, 50 Jahre nicht fortzudenken ist.“ (aus: 03'48)

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53:23

INTERVIEW

Entstanden: 1977 in Berlin

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Einstieg Troschke

Schauspielerin in München und Berlin

04'25
Drews wollte von Anfang an in künstlerischen Beruf, Vater unterstützte musikalische Ausbildung (Klavierstunden)
05'20
Berufswunsch Opernsängerin nach Besuch von „Tristan und Isolde“; Besuch Gesangsschule Hardenbergstraße
07'00
1920er Jahre: Gesangsprüfung nicht bestanden (Unterernährung verursachte Anomalien in den Stimmbändern); wird Schauspielerin
08'36
Bekanntschaft mit Ernst Legal, Lilli Palmer, Elisabeth Bergner und Lucie Höflich an der Max-Reinhardt-Schule
09'53
Über Charakterrollen
10'54
Bekanntschaft mit Otto Falckenberg bei den Münchner Kammerspielen; Rolle in Bruckners „Krankheit der Jugend“
12'12
1930 Engagement an der Volksbühne Berlin; Vergleich München-Berlin; Kontakt zu Schauspielgrößen wie Marlene Dietrich und Charlie Chaplin

Marlene Dietrich Münchner Kammerspiele Schauspielerei München Berlin Musik „Tristan und Isolde“ Oper Gesangsschule Hardenbergstraße Max-Reinhardt-Schule Ernst Legal Lilli Palmer Elisabeth Bergner Lucie Höflich (1883 – 1956) Otto Falckenberg Ferdinand Bruckner Theater Volksbühne Berlin Charlie Chaplin

Ehe mit Heinrich George, Kriegsende

14'42
1930 Bekanntschaft mit Heinrich George in Berlin
16'13
Faszination für H. George: „Er war wie ein Steinadler unter Hühnern“; liebenswerte Autorität; souveränes Spielen und eminentes Können („Genie“)
21'55
Bedeutende Rollen von H. George: „Das unsterbliche Herz“ und „Götz von Berlichingen“
24'25
Heirat mit H. George: Partnerschaft („habe viel von ihm gelernt“)
28'30
Georges Rolle während Nazizeit als rechtes Aushängeschild: nach Tod ist er „Sündenbock“; kein NSDAP-Mitglied; Künstler
29'58
Über die Sportpalastrede von Joseph Goebbels
31'08
Hilfe für politisch Verfolgte im Schillertheater
31'40
Krieg: George arbeitete bis die Ateliers in Babelsberg brannten und Bomben aufs Schillertheater fielen
33'25
Verhaftung und Denunziation Georges von Rotarmisten; 07.1945 – 02.1946 Lagerhaft in der Elsässer Straße, Hohenschönhausen
35'56
George: „Wenn sie mir verbieten zu spielen, gehe ich ein“; kleine Theaterproduktion im Lager („Urfaust“)
38'10
Marsch nach Sachsenhausen; Nachricht von Heinrich Georges Tod 1946
40'20
Beerdigung Georges auf russischen Offiziersfriedhof

Rote Armee „Das unsterbliche Herz“ Veit Harlan „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ Johann Wolfgang von Goethe Film Schauspielerei Sachsenhausen Speziallager Nr. 7 Nachkriegszeit „Urfaust“ Lager Elsässer Straße Heinrich George Theater Nationalsozialismus NS-Propaganda Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) Sportpalastrede Goebbels Schillertheater Berlin Berlin Filmstudio Babelsberg Zweiter Weltkrieg Haft Lagerhaft Kriegsgefangenschaft

Jahre des Neubeginns nach 1945

41'40
Kraft durch Kinder und Schauspielerei; Anstellung Schillertheater
44'14
Schwieriger Neuanfang nach Heinrich Georges Tod
45'45
Theaterspielen hält lebendig und macht jung
48'03
Besondere Rollen: fruchtbarste Begegnung mit Hans Lietzau und Walter Henn in Stücken wie „Wende“, „Glückliche Tage“, „Die Verbrecher“ und „Die Glanznummer (The Entertainer)“
49'13
Über die Unterstützung der nächsten Schauspielergeneration (George: „Wenn Vorhang aufgeht nützt dir dein ganzer berühmter Vater nichts!“)
51'13
Über das Schicksal und den Glauben an ein höheres Gesetz

Walter Henn Heinrich George Schillertheater Berlin Berlin Schauspielerei Theater Hans Lietzau „Glückliche Tage“ Nachkriegszeit „Die Verbrecher“ „Die Glanznummer“ John Osborne „Wende“