Charles Regnier

geb. 22. Juli 1914 in Freiburg im Breisgau; gest. 13. September 2001 in Bad Wiessee

„Dutzende von Theater-, Film- und Fernsehrollen wären zu nennen, wenn wir nur einen einigermaßen vollständigen Überblick über sein bisheriges Gesamtwerk als Charakterdarsteller vermitteln wollten. [...] Charles Regnier trat immer wieder auch als Regisseur hervor. Weniger bekannt sind – außerhalb der Fachwelt – seine sehr beachtlichen Leistungen als Übersetzer französischer und angelsächsischer Autoren [...].“ (aus: 02'04)

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INTERVIEW

Entstanden: in Ambach (Oberbayern)

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Einstieg Troschke

Elternhaus, Prägungen, Ausbildung

05'36
Einstiegsfrage über Lebenserfahrungen; Rezitation von Theodor Fontane; über Geduld im Leben
07'30
Geboren in Freiburg im Breisgau kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs; Vater war gebürtiger Amerikaner
09'09
Spärliche Erinnerungen an seinen Vater; Aufwachsen in Badenweiler, Davos; Albert Einstein; Thomas Mann; Mutter war Anhängerin der Paneuropa-Bewegung; Erinnerungen an René Schickele und Annette Kolb
12'32
Über den Verlust des Vaters und die schwierige finanzielle Situation; drei Brüder; Umzug nach Berlin und Tätigkeiten als Übersetzer
13'53
Unterricht bei Justus Wolfram Schottelius; Überwindung des Sprachfehlers; erfolglose Vorstellungen vor Reichstheaterkammer; Engagement in Greifswald

Nationalsozialismus Badenweiler Davos Albert Einstein Reichstheaterkammer Theater Schauspielerei Paneuropa-Union Paneuropa-Idee Freiburg im Breisgau Theodor Fontane Reichskulturkammer (RKK) Greifswald NS-Kulturpolitik René Schickele Thomas Mann Justus Wolfram Schottelius Berlin Annette Kolb

Schauspieler während der NS-Herrschaft 1933 – 1945

16'10
Erinnerungen an den Machtwechsel 1933; über seine Charakterrollen
18'26
Triebkräfte und Motivation als Schauspieler
20'58
Engagement in Greifswald und an den Münchner Kammerspielen
22'18
Über Emigrationsgedanken; Aufführung von Hans-Sachs-Spielen (Kommunistenmilieu) in Berlin; Verhaftung; KZ Lichtenburg (Provinz Sachsen)
26'13
Zweiter Weltkrieg: Dienstverweigerung und Gefängnisstrafe in Greifswald
28'14
Erinnerungen an das Kriegsende mit Pamela Wedekind

Kommunismus Schauspielerei Münchner Kammerspiele Greifswald München Berlin KZ Lichtenburg Pamela Wedekind Zweiter Weltkrieg Theater Emigration Hans Sachs Nationalsozialismus Konzentrationslager Verfolgung NS-Zensur Militärdienstverweigerung Haft Lagerhaft Widerstand

Karriere in der Nachkriegszeit und über das Theater

30'34
Steigener Bekanntschaftsgrad nach der Rolle als Oppenheimer
32'20
Zur Oppenheimer-Rolle; über Atomwaffen und Psychologie; Blick in die Zukunft
37'44
Zum Erarbeiten einer Rolle; Krisen beim Spielen von Stücken; Arbeit eines Schauspielers; Kritik am modernen Theater; Peter Zadek
41'33
Über den Menschen und Arbeitskollegen Fritz Kortner
44'25
Über die Zukunft des Theaters

Atomwaffen Schauspielerei Heinar Kipphardt Peter Zadek Psychologie „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ Theater Fritz Kortner

Zeitkritik und Lebenseinstellung

46'45
Über den Mangel an Identifikationsmöglichkeiten in der Gegenwart
49'33
Wenn er heute noch einmal jung wäre... ; über Religion und Moral
50'41
Über das Älterwerden und den Tod
54'15
ENDE

Ethik Religion