Fritz Eberhard

geb. 02. Oktober 1896 in Dresden; gest. 30. März 1982 in Berlin

Beruf: Publizist
GND-Nummer: 118528548

„Als engagierter Gegner des Nazi-Regimes führte er im Untergrund mehrfach wechselnde Decknamen. Das Pseudonym Fritz Eberhard wählte er nach Emigrationsrückkehr als amtlich registrierte endgültige Namensidentität. Als Publizistikprofessor in Berlin zeigte er viel Verständnis für die Studentenunruhen der späten 60er Jahre, geriet ins Schussfeld politischer Kommentatoren des mächtigsten deutschen Pressekonzerns.“ (aus: 00'16)

00:00
59:34

INTERVIEW

00'00
Einstieg Troschke
02'15
EINSPIELER Dankesschrift seiner Studenten zum 80. Geburtstag

Aristokratisches Elternhaus und Ausbildung

03'33
Über das aristokratische Elternhaus
04'17
Innerer Widerspruch mit dem aristokratischen Milieu; 1914 Abitur in Baden-Baden; Kontakt mit den Ideen von Marx und Engels
07'06
Eintritt in die SPD Anfang 1920er Jahre
08'07
1920er Jahre: Studium und Promotion in Tübingen
09'24
Anstellung im Wohnungsamt Dresden und in Schwäbisch Gmünd; Internationaler Jugendbund
10'24
Prägende Hochschullehrer: Franz Oppenheimer, Robert Wilbrandt

Baden-Baden Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Tübingen Dresden Schwäbisch Gmünd Internationaler Jugendbund Franz Oppenheimer Robert Wilbrandt Universität Tübingen Promotion Friedrich Engels Karl Marx

Politisches und publizistisches Engagement in den 1920er Jahren

12'38
1920er Jahre und Aufkommen der NS-Bewegung: Massenveranstaltung von Julius Streicher in Nürnberg; Wirtschaftsredakteur bei der neu gegründeten Zeitung DER FUNKE
16'19
Verbot von DER FUNKE Anfang 1933; Volksfront

Nationalsozialismus NS-Zensur Julius Streicher Der Funke Volksfront

1933-1938 Leben im Untergrund

19'10
Leben im Untergrund in Berlin-Lichtenberg; arbeitete in der Staatsbibliothek (Anfang 1933 bis Ende 1938); Kontakt zu Otto Suhr, Ernst Fraenkel; politische Arbeit im Untergrund
24'55
Fahndung nach Eberhard; Emigration; Untersuchungshaft in München; Exil in London; antifaschistische Arbeit; Kontakt mit Erich Ollenhauer, Hans Vogel und Walter Auerbach
29'02
Herausforderungen der Arbeit im Untergrund: gute Kondition, politische Überzeugung

Staatsbibliothek Widerstand Verfolgung Nationalsozialismus Erich Ollenhauer Walter Auerbach Exil London Otto Suhr Ernst Fraenkel Emigration Hans Vogel (1881 – 1945) „The next Germany“ München Haft

Emigrant in London

30'35
Emigration in London: Studium von Friedensverträgen; Publikation von „How to Conquer Hitler“; V1- und V2-Angriffe
32'36
Kontakte zu englischen Politikern und anderen Emigranten
33'15
Arbeit im Exil mit Sefton Delmer, Sittard, Grossmann; Mitarbeit am „Sender der europäischen Revolution“
34'53
Über die schwierige Informationslage über die Verbrechen in Deutschland im Exilland und den Vorwurf der Übertreibung
37'08
Erinnerung an Rettungsaktionen Ende des Krieges, um Juden vor dem KZ zu schützen
38'16
Kriegsende: im April 1945 aus England ausgeflogen, über die USA nach Maastricht gebracht; Ende Mai in Stuttgart; Unterstützung durch Kontakte zu Erwin Schoettle

Emigration Erwin Schoettle Sender der europäischen Revolution Sefton Delmer London Exil Nachkriegszeit Stuttgart Niederlande Maastricht USA Großbritannien (GB) Konzentrationslager Verfolgung Antisemitismus Antifaschismus Widerstand Hilde Meisel (1914 – 1945) „How to Conquer Hitler“ Zweiter Weltkrieg

Mitarbeit am Grundgesetz, Deutsches Friedensbüro

39'53
Nachkriegszeit: Rundfunkarbeit bei Radio Stuttgart
41'54
Politische Arbeit
43'15
Demokratischer Wiederaufbau Deutschlands: Mitarbeit am Grundgesetz, Aufbau des Deutschen Friedensbüro
45'47
Über Neu- bzw. Wiedergründungen der Parteien Deutschlands und Entnazifizierungsverfahren

Radio Stuttgart Stuttgart Grundgesetz Entnazifizierung Nachkriegszeit Deutsches Friedensbüro

Intendant des Süddeutschen Rundfunks und Publizistikprofessor an der FU Berlin

47'48
Engagement für die Eingliederung des Saargebietes in Deutschland als Intendant des Süddeutschen Rundfunks
50'51
Rundfunkarbeit: Lob von Martin Walser, weil Eberhard sich um einen moderaten Führungsstil verdient gemacht hat
53'11
Über die Studentenunruhen in den 1960er Jahren: lobt Verhalten seines Universitätskollegen Helmut Gollwitzer; Ulrike Meinhof war an seinem Institut Lehrbeauftragte
55'59
Erklärungsansätze über das Abgleiten Meinhof und einiger Studenten in den Extremismus

Helmut Gollwitzer Publizistik Studentenbewegung Martin Walser Rundfunk Rote Armee Fraktion (RAF) Ulrike Meinhof FU Berlin Süddeutscher Rundfunk Saarfrage Saarland Intendanz

Lebenseinstellung

56'50
Ausblick: Gesundheit; Lebenseinstellung: „man muss selbst versuchen, konsequent zu sein“
58'55
Zitat-Wiederholung von Troschke