Georg Leber

geb. 07. Oktober 1920 in Obertiefenbach; gest. 21. August 2012 in Schönau am Königssee

Berufe: Politiker, Gewerkschafter
GND-Nummer: 118570625

„Halten wir fest: Georg Leber ist ein Mann, der stets seinen eigenen Weg gegangen ist. Als Gewerkschaftler hatte er Gegner im Lager der Arbeitgeber, als Katholik begegnete er dem Misstrauen konservativer Katholiken, als Sozialdemokrat stand er 17 Jahre lang im Lager der parlamentarischen Opposition, als SPD-Mitglied und Bundestagsabgeordneter befand er sich aber auch wiederholt im Kreuzfeuer der Kritik aus den Reihen der eigenen Partei, als Ressortchef im Kabinett des Bundeskanzlers Kurt Georg Kiesinger hat Georg Leber ganz gewiss auch seine Gegner. Dass aber Gegnerschaft nicht Feindschaft zu sein braucht, sondern Partnerschaft sein kann, scheint uns der politische Werdegang des Gewerkschaftlers und derzeitigen Bundesverkehrsministers zu erweisen.“ (aus: 04'14)

00:00
52:53

INTERVIEW

Entstanden: in Bonn

00'00
Einstieg Troschke: Kurzbiografie Leber
05'28
Zu dem Interesse an Politik

Politik

Herkunft und Leben während des Nationalsozialismus

06'05
Zum Elternhaus und dem Aufwachen mit drei Brüdern
07'41
Erster Berufswunsch: Architekt
09'38
Über die Schulzeit
10'28
Erinnerungen an den Machtwechsel; 1932 Rede Hitlers in Limburg/Lahn; zweijährige Mitgliedschaft im Deutschen Jungvolk ab April 1933 Beitrittserklärung
14'12
Kaufmännische Ausbildung in Limburg/Lahn; Zeit in Dortmund; Militärdienst ab 1939 in Gütersloh
15'05
Zu heimlich politischen Kreisen in Dortmund 1938/39; autodidaktisches Studium von historischen Ereignissen und „Leitbildern“ (Maria Theresia, Friedrich der Große, Bismarck); Lektüre klassischer Literatur und Teilnahme an Lesekreisen

Militärdienst Adolf Hitler Maria Theresia von Österreich Nationalsozialismus Wehrmacht Limburg Deutsches Jungvolk Dortmund Gütersloh Friedrich II. (Friedrich der Große) Arbeitsverbot Otto von Bismarck Literatur

Zweiter Weltkrieg

18'32
Kriegsdienst bei der Luftnachrichtentruppe und bei den Jagdfliegern; Freundschaft mit Johannes Trautloft
19'40
1941 Zweifel am Kriegserfolg bereits 1941; Vergleich mit Napoleons Niederlage in Rußland
21'46
Über den Februar 1945

Wehrmacht Napoleon Bonaparte Zweiter Weltkrieg Napoleons Russlandfeldzug von 1812 Johannes Trautloft Luftfahrt Russland Militärdienst

Gewerkschaftliches Engagement nach Kriegsende

26'12
Tätigkeiten im Baugewerbe ab Mai 1945; Gewerkschaftsbeitritt 1946
30'00
Versorgung der Bevölkerung als damalige Hauptaufgabe gewerkschaftlicher Arbeit
31'53
Zum Verhältnis zwischen Gewerkschaftlern und nichtorganisierten Arbeitnehmern

Nachkriegszeit Gewerkschaft

Über die Große Koalition und die Notstandsgesetze

34'56
Über die großen Koalition und die Rolle der SPD
37'37
Zum Verhältnis von Opposition und außerparlamentarischer Opposition und der SPD und der außerparlamentarischer Opposition; über die Notstandsgesetzgebung
40'51
Zu ähnlichen Positionen von CDU und SPD und dem Verhältnis zu den Ostblock-Staaten

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Zeitkritik Christlich Demokratische Union (CDU) Große Koalition Notstandsgesetze Außerparlamentarische Opposition (APO) Ost-West-Konflikt

Verhältnis zur katholischen Kirche und zur Karriere in der Politik

46'09
Über das Verhältnis zur katholischen Kirche
48'36
Gedanken zum Karriereende in der Politik
50'09
Über den Mangel an Freizeit

Politik Katholizismus Religion