Heinz Rühmann

geb. 07. März 1902 in Essen; gest. 03. Oktober 1994 in Aufkirchen am Starnberger See

Beruf: Schauspieler
GND-Nummer: 118603949

„Nun liegt sie also vor: die Selbstauskunft eines Mannes, der Starrummel so sehr hasste, dass er beim Abwimmeln durchaus schroff und verletzend wirken konnte. Wer ihn ein bisschen kannte, wer mehr von ihm wusste, verstand die Gegenreaktion, die Notwehr dessen, der selbstkritisch von sich sagte ‚Ich bin kein Genie. Muss alles immer schwer erarbeiten mit Disziplin, Fleiß, Ausdauer und Energie, mit Einfallsreichtum‘, dass heißt nicht mit einer chaotischen, sondern sehr gezügelten Fantasie, dann durch bedachtsamen Einsatz, der sich im Laufe von Jahren und Jahrzehnten summierenden Berufs- und Lebenserfahrung und nicht zuletzt durch Menschen, die ihm zur Seite standen.“ (aus: 01'46)

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01:17:28

INTERVIEW

Entstanden: 1969

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Vorstellung von Rühmanns Biografie „Das war's“; Kurzbiografie, die Ehefrauen Maria Bernheim und Hertha Feiler und Rühmanns Krisen

Hertha Feiler „Das war’s. Erinnerungen“ Maria Bernheim

Herkunft und Anfänge als Schauspieler

09'27
Ausschnitt aus einem früheren Interview (vermutlich 1957) über die Anfänge als Schauspieler in München; Fritz Basil; Stationen: Breslau, Hannover, Bremen, dann wieder München
13'53
Troschke: Gespräch aus dem Jahr 1969
14'13
Humor als Maxime/Lebensphilosophie
16'00
Erinnerungen an die Jugend; Theaterengagement mit 19 Jahren
17'04
Aufwachsen in Essen, Wanne-Eickel und München; steile Karriere; über seine unternehmerische Tätigkeit; Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg nach München; über schlimme Erfahrungen
21'31
Unterstützung durch seine Frau Hertha Feiler; schwere Zeiten nach 1945
23'42
Tiefpunkte: wahllose Annahme von Filmangeboten als junger Mann in Berlin, keine Rollenangebote in den 1930er Jahren (stand im Schatten von Paul Kemp); über die UFA; Engagement bei Max Reinhardt

Paul Kemp Berlin Wanne-Eickel Schauspielerei Friedrich Basil Theater Wrocław (Breslau) Bremen Hannover Hertha Feiler München UFA Essen Max Reinhardt Film Nachkriegszeit Erster Weltkrieg

Schauspieler während der NS-Herrschaft

26'46
Über die Arbeit als Schauspieler in der NS-Zeit
31'10
Erinnerungen an Joseph Goebbels; Freundschaft mit Ernst Udet; Denunziation und Vorladung bei Joseph Goebbels; Filmarbeiten
34'42
Über die gewisse „Narrenfreiheit“ im NS
37'30
Über das (Berliner) Publikum
45'09
Zweiter Weltkrieg und Entnazifizierungsverfahren
51'26
Erinnerungen an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin; Zeit in Berlin-Wannsee; 1947 Umzug nach Süddeutschland

Entnazifizierung Theater Schauspielerei Zweiter Weltkrieg Film NS-Propaganda NS-Kulturpolitik Nationalsozialismus Berlin Ernst Udet Joseph Goebbels Nachkriegszeit

Lebenseinstellung und die Lust am Fliegen und an der Schauspielei

54'12
Interesse für den technischen Fortschritt und die Politik; Plädoyer für mehr politisches Bewusstsein
57'01
Über Lust am Fliegen
01'01'13
Über Reue
01'03'48
Über negative und positive Erfahrungen
01'04'54
Kritischer Rückblick auf seine frühen Filme
01'06'27
Freundschaften und Idole: Regisseur Karl Hartl, Helmut Käutner, Käthe Gold, Gustav Knuth und Hans Söhnker
01'08'43
Über die Filme von Autor Heinrich Spoerl (u.a. „Die Feuerzangenbowle“ und die Clownerie
01'13'31
Zum Film „Ein Mann geht durch die Wand“ und weitere Filmarbeiten
01'15'31
Lieblings-Theaterrollen und über humorlose Menschen

Helmut Käutner Karl Hartl Käthe Gold Gustav Knuth Hans Söhnker Heinrich Spoerl Politik Theater Ladislao Vajda „Ein Mann geht durch die Wand“ „Die Feuerzangenbowle“ Film Schauspielerei Luftfahrt