Helmut Käutner

geb. 25. März 1908 in Düsseldorf; gest. 20. April 1980 in Castellina bei Siena (Italien)

„Ich habe es fertig gebracht, dass ich z. B. in keiner Organisation war, es gab 38, wie ich aus einem Fragebogen erfuhr, der mir vorgelegt wurde. Und ich hatte furchtbare Schwierigkeiten bei den Amerikanern und Engländern bei der sogenannten Entnazifizierung, dass ich in nichts drin gewesen sei. Man glaubte, dass das alles geschwindelt sei. Ich habe so naive Dinge gemacht, indem ich z. B. der Reichsschrifttumskammer mitgeteilt habe, dass es doch nicht notwendig sei, in der Kammer zu sein, wenn ich dann doch in die Reichsfilmkammer müsste und umgekehrt. Und die beiden haben sich mit dieser Auffassung zufrieden gegeben.“ (aus: 04'10)

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26:45

INTERVIEW

Filmisches Schaffen während des Zweiten Weltkriegs

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Filme während der NS-Herrschaft: „Romanze in Moll“, „Wir machen Musik“ (zusammen mit Ilse Werner und Viktor de Kowa), „Große Freiheit Nr. 7“ (zusammen mit Hans Albers), „Unter den Brücken“; Erinnerungen an das Propagandaministerium, NS-Kulturpolitik und den Zweiten Weltkrieg; Auszeichnung in Schweden
03'29
„Ich habe immer versucht, Politik von mir abzuschieben“; Freistellung von der Ableistung des Wehrdienstes im Zweiten Weltkrieg („Unsterblichenliste“)
05'43
Mittlerweile keine Filmarbeiten mehr
06'47
Erinnerungen an das Kriegsende in Cuxhaven; über seine Ehefrau und Arbeitskollegin Erica Balqué

NS-Propaganda Reichskulturkammer (RKK) Reichsfilmkammer (RFK) Film Regie „Romanze in Moll“ Nationalsozialismus Filmpreis Hans Albers „Unter den Brücken“ „Große Freiheit Nr. 7“ Viktor de Kowa Ilse Werner „Wir machen Musik“ Schweden Gottbegnadeten-Liste Zweiter Weltkrieg Erica Balqué Cuxhaven NS-Kulturpolitik Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP)

Über den Film „Die letzte Brücke“ und über Hollywood

08'57
Erinnerungen an die Nachkriegszeit; Filmografie nach 1945: „In jenen Tagen“ (Zusammenarbeit mit Ernst Schnabel), „Der Apfel ist ab“, „Film ohne Titel“, „Königskinder“, „Epilog“, „Nachts auf den Straßen“, „Weiße Schatten“, „Käpt’n Bay-Bay“, „Die letzte Brücke“, „Bildnis einer Unbekannten“, „Ludwig II.“, „Des Teufels General“, „Der Hauptmann von Köpenick“, „Die Zürcher Verlobung“, „Monpti“, „And Ride a Tiger“, „Der Schinderhannes“, „Der Rest ist Schweigen“, „Die Gans von Sedan“, „Das Glas Wasser“, „Schwarzer Kies“, „Die Rote“, „Das Haus in Montevideo“, „Lausbubengeschichten“, „Die Feuerzangenbowle“
13'52
Über den Film „Die letzte Brücke“ und Tilla Durieux; Jugoslawien, Belgrad; Kontakt zu Josip Broz Tito
17'57
Zeit in Hollywood, USA
21'44
Zur Zukunft des Films

„Das Haus in Montevideo“ Filmbranche Kulturpolitik „In jenen Tagen“ Nachkriegszeit Ernst Schnabel „Der Apfel ist ab“ „Film ohne Titel“ Regie Schriftstellerei „Königskinder“ „Epilog“ „Nachts auf den Straßen“ Rudolf Jugert „Weiße Schatten“ „Käpt’n Bay-Bay“ „Die letzte Brücke“ „Bildnis einer Unbekannten“ „Ludwig II.“ „Des Teufels General“ „Der Hauptmann von Köpenick“ Carl Zuckmayer „Die Zürcher Verlobung“ „Monpti“ „Ein Fremder in meinen Armen“ „Der Schinderhannes“ „Der Rest ist Schweigen“ „Die Gans von Sedan“ „Das Glas Wasser“ „Schwarzer Kies“ „Die Rote“ Alfred Andersch „Lausbubengeschichten“ „Die Feuerzangenbowle“ Film USA Hollywood Josip Broz Tito Belgrad Jugoslawien Tilla Durieux

Lebenseinstellung

23'27
Über Gesundheit, Lebens- und Todesangst und Lebenseinstellung