Wolfgang Lukschy

geb. 19. Oktober 1905 in Berlin; gest. 10. Juli 1983 in Berlin

Beruf: Schauspieler
GND-Nummer: 136886841

„Der Bühnen- und Filmschauspieler Wolfgang Lukschy spricht über sein Leben und insbesondere über Heinrich George.“

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INTERVIEW

Jugend und das geweckte Interesse an der Schauspielerei

00'00
Zu der Beobachtung, dass die Bühne oft „realistischer als die Realität“ ist
01'29
Die Gespaltenheit von Schauspielern
03'27
Die zwei Schauspiel-Typen; Schauspielerei als „Religionsausübung“; über die Arbeit mit Gustaf Gründgens
07'00
Geboren am 19. Oktober 1905 in Berlin; Mutter war Schauspielerin; Vater ist früh verstorben
08'10
Zum Fehlen der Vaterfigur im Leben
09'50
Erinnerungen an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs
10'00
TONSTÖRUNG
10'11
Erinnerung an die Kriegsbegeisterung 1914 Soldaten und Hunger
12'10
Aufwachsen in Berlin-Charlottenburg mit vier Geschwister in einem bürgerlichen Elternhaus; über Karlheinz Martin
14'46
Das Ende des Ersten Weltkriegs; Begeisterung für die Wandervogelbewegung; Inflation
16'44
Schulabbruch und Lehre als Chemigraf; Vorsprechen bei der Max-Reinhardt-Schule
18'36
Frühes Interesse für das Theater und erste Komparsenrollen am Staatstheater; Mitgliedschaft im Chor der Volksbühne; Prägung durch Reinhardt, Jessner und Bassermann; über Martin Held und den Winter 1928 am Landestheater für Ost- und Westpreußen
21'35
Erinnerungen an die Situation und Atmosphäre in Ostpreußen und Königsberg
24'01
Zeit in Stuttgart bei Claudius Kraushaar; Zeit in Brüx (Tschechoslowakei) und Engagement in Wien

Gustaf Gründgens Berlin Erster Weltkrieg Ostpreußen Kaliningrad (Königsberg) Stuttgart Claudius Kraushaar Brüx Karlheinz Martin Schauspielerei Theater Wandervogelbewegung Inflation Max-Reinhardt-Schule Staatstheater am Gendarmenmarkt (Schauspielhaus Berlin) Volksbühne Berlin Max Reinhardt Leopold Jessner Albert Bassermann Martin Held Landestheater für Ost- und Westpreußen Bayerische Landesbühne München München

Als Schauspieler in der NS-Zeit

31'32
Zum Machtwechsel 1933, Fritz Diez und die NS-Kulturpolitik
32'07
Über Rolle in „Ganovenehre“, das in Berlin und Stuttgart aufgeführt und später verfilmt wurde; Verbot des Stücks nach dem Reichstagsbrand
33'53
Engagements in Würzburg (Stadttheater) und im Residenztheater in München
37'18
Über das Prinzregententheater (als Spielstätte des Staatstheaters) in München; Rolle u.a in „Die Jungfrau von Orleans“
37'59
München im Nationalsozialismus; über Hans Schlenck (künstlerischer Leiter der Bayerischen Landesbühne)
40'18
Engagement in Hannover auf Einladung von Alfons Pape
43'13
Über die Figur des Peer Gynt
45'33
Gustav Knuths Wechsel von Hamburg nach München
45'52
TONSTÖRUNG
46'00
Über Heinrich George und Berta Drews
51'34
Der Einfluss Heinrich Georges auf die eigene Schauspielerei; über die Inszenierung von Brennerts „Nante“
55'13
Über das Ensemble bei George und Georges Haltung gegenüber der NS-Herrschaft
57'31
Über Heinrich George
58'48
Die Kriegsjahre in Berlin; Rollen in „Götz von Berlichingen“ und „Pantalon und seine Söhne“; Zusammenarbeit mit Walter Felsenstein
01'00'10
Erinnerung an Görings Ausspruch „Wer Jude ist, bestimme ich!“ und das Engagement von Käthe Dorsch für Schauspielerkollegen
01'01'31
Zu den Nürnberger Gesetzen und Heinrich George, der Schauspieler mit jüdischen Frauen gedeckt hat
01'02'10
„Panik hatten wir genug um uns und die Theater waren ja Durchhaltemittel...“; über die fehlenden Möglichkeiten im Nationalsozialismus künstlerisch tätig zu sein
01'02'46
Kein Militärdienst an der Front Dank George; über die Sinnlosigkeit des Kriegs; erste Filmarbeit und die letzten Kriegsjahre im Berliner Schillertheater; über die Allgegenwärtigkeit von Uniformen im Nationalsozialismus (SA, SS, NSDAP); Freundschaft mit Heinrich Heuser (Arbeitsverbot); Widerstand am Schiller-Theater und Paul Wegener (Verbot des Kriegstagebuchs Goebbels)
01'07'55
Über die Einladungen von NS-Funktionären und Joseph Goebbels

Berlin Hans Schlenck Alfons Pape Paul Wegener Heinrich George Berta Drews Käthe Dorsch Nationalsozialismus Fritz Diez NS-Kulturpolitik „Ganovenehre“ Charles Rudolph Stuttgart Schauspielerei Theater Film NS-Zensur Reichstagsbrand Stadttheater Würzburg Würzburg Residenztheater München München Prinzregententheater München Staatstheater am Gärtnerplatz (München) „Die Jungfrau von Orleans“ Friedrich Schiller NS-Propaganda Bayerische Landesbühne München Hannover „Peer Gynt“ Henrik Ibsen Gustav Knuth Hamburg Hans Brennert „Nante. Ballade des Eckenstehers“ Zweiter Weltkrieg „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ Johann Wolfgang von Goethe „Pantalon und seine Söhne“ Paul Ernst Walter Felsenstein Hermann Göring Nürnberger Gesetze Antisemitismus Judentum Verfolgung Diskriminierung Widerstand Militärdienst Schillertheater Berlin Schutzstaffel (SS) Sturmabteilung (SA) Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) Karlheinz Martin Heinrich Heuser Arbeitsverbot Joseph Goebbels „Flandrisches Tagebuch 1914“

Befreiung und Nachkriegszeit

01'11'03
Letzte Kriegsjahre: Vorstellungen wurden vorgezogen; Hochzeit 1942 und Geburt seines Sohnes Wolfgang 1944
01'15'46
Erinnerung an das Kriegsende im Keller in Berlin-Grunewald; TONSTÖRUNG
01'20'23
Zur Lebensmittelversorgung
01'20'53
Die zweite Angriffswelle
01'23'14
Einschränkung der Kommunikation
01'23'48
Bericht von Kurt Meisel und Käthe Gold
01'25'22
Erinnerung an die Kulturpolitik unter russischer Besatzung; erste Rolle in der Nachkriegszeit in „Der Raub der Sabinerinnen“; Karlheinz Martins Lizenz und die Inszenierung von „Der grüne Kakadu“
01'27'03
Kein Kontakt mehr mit Heinrich George nach Kriegsende
01'28'27
Bruder bei Stalingrad verschollen; Mutter war während des Krieges in Wien und Salzburg
01'29'45
Angebot von der UFA (Harald Braun); Filmarbeiten zu „Zwischen Himmel und Erde“; Bekanntschaft mit Herbert Witt; Vorbild: Werner Krauß
01'35'34
Die Anstrengungen als Film- und (gleichzeitig) Theaterschauspieler am Schillertheater
01'36'09
Freund- und Bekanntschaften mit Will Quadflieg, Eduard von Winterstein, Walther Suessenguth, Werner Scharf, Hans Hessling, Gerda Maria Terno, Berta Drews
01'37'31
Filmarbeiten in den letzten Kriegsjahren: „Zwischen Himmel und Erde“, „Die Frau meiner Träume“, „Kamerad Hedwig“ (zusammen mit Luise Ullrich und Otto Wernicke), „Friedrich Schiller“ von Herbert Maisch
01'38'16
Kriegsende 1945; Neubeginn beim Renaissance-Theater, dann Vertrag mit dem Deutschen Theater; Zusammenarbeit mit Gustav von Wangenheim (dem Sohn von Eduard von Winterstein) und Wolfgang Langhoff (Autor von „Die Moorsoldaten“); zu Gustaf Gründgens Schicksal nach dem Zweiten Weltkrieg; Rolle in „Woyzeck“; Wiederaufbau der Kammerspiele von Max Reinhardt und Einweihungsaufführung von Shaws „Kapitän Brassbounds Bekehrung“ unter der Regie von Gustaf Gründgens; Zusammenarbeit mit Käthe Dorsch, Max Gülstorff, Wolf Trutz, Hans Leibelt und Carl-Heinz Schroth; Kritik an der Spaltung Deutschlands; über ideologische Kämpfe und Wolfgang Harich
01'45'36
Über den Mauerbau in Berlin 1961
01'47'55
Höhepunkte 1945 – 1980: Zusammenarbeit mit Gründgens in „Der Schatten“; „Peer Gynt“ in Hannover und die Rolle des Higgins in „My Fair Lady“ in München
01'50'14
Erinnerung an die Gastspielreise mit Elisabeth Bergner (1952, „The Deep Blue Sea“)

Wolfgang Harich Gustaf Gründgens Ost-West-Konflikt Elisabeth Bergner Berliner Mauer Heinrich George Joseph Goebbels Berlin Zweiter Weltkrieg Rote Armee Kurt Meisel Käthe Gold NS-Kulturpolitik Besatzung Sowjetische Besatzungszone (SBZ) „Der Raub der Sabinerinnen“ Schauspielerei Theater Franz von Schönthan Paul von Schönthan Renaissance Theater Berlin „Der grüne Kakadu“ Arthur Schnitzler Nachkriegszeit Schlacht von Stalingrad Salzburg Wien UFA Film „Zwischen Himmel und Erde“ Harald Braun Herbert Witt Werner Krauß Schillertheater Berlin Will Quadflieg Eduard von Winterstein Walther Suessenguth Werner Scharf Hans Hessling Gerda Maria Terno Berta Drews „Die Frau meiner Träume“ Georg Jacoby „Kamerad Hedwig“ Gerhard Lamprecht Luise Ullrich Otto Wernicke „Friedrich Schiller“ Herbert Maisch Deutsches Theater Berlin (DT) Gustav von Wangenheim Wolfgang Langhoff „Die Moorsoldaten“ „Woyzeck“ Georg Büchner Kammerspiele Berlin Max Reinhardt Bernard Shaw „Kapitän Brassbounds Bekehrung“ Käthe Dorsch Max Walter Gülstorff Wolf Trutz Hans Leibelt Carl-Heinz Schroth „Der Schatten“ Jewgeni Lwowitsch Schwarz „Peer Gynt“ Henrik Ibsen Hannover „My Fair Lady“ München Terence Rattigan „The Deep Blue Sea“