Adolf Butenandt

geb. 24. März 1903 in Lehe; gest. 18. Januar 1995 in München

Berufe: Biochemiker, Hochschullehrer
GND-Nummer: 118935763

„Adolf Butenandt gilt als Begründer der modernen Hormonforschung. Der Nobelpreis für Chemie wurde ihm im November 1939 zuerkannt. Man bedenke: Einem deutschen Gelehrten kaum drei Monate nach Kriegsausbruch.“ (aus: 02'32)

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52:36

INTERVIEW

Entstanden: in München

00'00
O-Ton Butenandt über die Verantwortung des Wissenschaftlers bzgl. der Zukunft der Menschheit
00'35
Einstieg Troschke: über Verantwortung; Kurzbiografie Butenandt
06'18
Leitgedanken Forschen und Lehren: Durchdringen unbekannter Phänomene; Neugier

Wissenschaftsbetrieb Wissenschaft Wissenschaftsethik

Herkunft, naturwissenschaftliches Interesse und Vorbild Adolf Windaus

08'38
Herkunft: Hamburger Familie; Vater war Kaufmann
12'11
Gute Schulleistungen und naturwissenschaftliche Begabung; Studium der Chemie
15'22
Prägende Persönlichkeiten: Adolf Windaus in Göttingen

Naturwissenschaften Chemie Biologie Adolf Windaus Biochemie Göttingen Hamburg

Machtwechsel 1933 und Karriere

20'05
1920er Jahre für die Universitäten „glückliche Zeiten“; viele schätzten 1933 die Situation falsch ein; Glaube an ein kurzes Intermezzo; 1933-1936 in Danzig (diese Stadt stand unter dem Schutz des Völkerbundes)
27'50
33-jährig Direktor des Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie in Berlin-Dahlem

Naturwissenschaften Nationalsozialismus Gdańsk (Danzig) Völkerbund Berlin Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie Biochemie Wissenschaft Wissenschaftsbetrieb

Eingriffe in das Erbgut des Menschen

30'18
Über zukunftskritische Aussagen Butenandts im Buch „Man and his Future“; molekulare Genetik, Änderung der Erbfaktoren und Züchtung intelligenter Menschen
37'12
Über die Gefahr von Erbgut-Experimenten; Plädoyer für verantwortliches Handeln („wehrt den Anfängen“) und für den Dialog zwischen Regierung und Wissenschaft

„Man and his Future“ Gentechnik Wissenschaftsbetrieb Wissenschaft Wissenschaftsethik

Wissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa

42'35
Europäische Integration auf wissenschaftlichem Gebiet: Befürwortung zunehmender europäischer Kooperationen

Wissenschaftsbetrieb Wissenschaft Europa

Wissen und Glauben

48'17
Spannungsverhältnis Wissen und Glauben: verschiedene Ebenen; über die Unmöglichkeit mit naturwissenschaftlichen Methoden die Existenz Gottes zu beweisen

Religion Wissenschaft