Edward Teller

geb. 15. Januar 1908 in Budapest; gest. 09. September 2003 in Stanford (Kalifornien)

Beruf: Wissenschaftler
GND-Nummer: 118801589

„Die meisten derer, die sich rechtzeitig vor Hitlers Schergen haben retten können, flohen direkt oder auf Umwegen in die Vereinigten Staaten. So auch ein junger Physiker namens Edward Teller. Und wer je sich mit Kernphysik beschäftigt hat, oder mit der Entwicklung atomarer Massenvernichtungswaffen, der kennt seinen Namen bereits.“ (aus: 00'47)

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33:58

ERSTES INTERVIEW

Entstanden: in Berkeley

00'00
Einstieg Troschke
03'37
Zu Atomkraft und Kernenergie
04'52
Über Rohstoffe für die Nutzung zur Kernenergie: Uran, Thorium, schweres Wasser und Lithium
06'44
Zum Vorkommen dieser Rohstoffe
08'14
Zum Problem der Herstellung von schwerem Wasser
09'27
Zur Nutzung für die Energiebedarfslücke, Solarenergie
11'45
Zum Vorteil der Kernenergie: Gewisse Unabhängigkeit der Industriestaaten von den erdölliefernden Ländern
12'57
Zum Verhältnis Produktionskosten für Strom aus herkömmlichen Kraftwerken und Atomstrom
18'08
Zur Sicherheit von Kernkraftwerken
21'53
Zur Kühlung von AKWs mit Wasser oder Luft
23'42
Zur idealen Größe von AKWs
25'16
Methoden der Kernenergienutzung sollten ab 1980 möglich sein, wirtschaftliche Akzeptanz aber fraglich
26'27
Zu weitere Nutzungsmöglichkeiten von Kernenergie; zu Projekten in der Sowjetunion
30'43
Zu Möglichkeiten Atommüll zu entsorgen

Atomwaffen Forschung Kernphysik Kernenergie Naturwissenschaften Physik Nationalsozialismus Adolf Hitler Emigration Exil USA Politik Solarenergie Rüstungspolitik

00:00
37:43

ZWEITES INTERVIEW

00'00
Einstieg Troschke: u.a. Kurzbiografie Teller
09'06
Einstiegsfrage: zu Prinzipien
09'34
Zu Leben als Pensioniär; zu seiner Engagement für den Bau von Kernkraftwerken, kritisiert AKW-Gegner

Kernenergie

Wissenschaftliche Karriere in München, Leipzig und Göttingen

11'45
Über seine Kindheit: Interesse an Mathematik, dann später besonders an Physik
13'02
Wichtige Stationen seiner Kindheit: Vater machte ihn bekannt mit einem Mathematikprofessor
16'30
Verließ 1926 Ungarn und ging nach Karlsruhe/München, studierte Mathematik und Chemie, in Leipzig bei Werner Heisenberg (Freundschaft entstand)
20'10
Zu seiner Wertschätzung von Werner Heisenberg als Mensch und als Physiklehrer
21'27
Zu seiner Zeit in Göttingen: Assistent bei Arnold Eucken (physikalische Chemie), hörte auch bei Max Born, Wiedersehen mit Carl Friedrich von Weizsäcker

Universität Göttingen Chemie Mathematik Göttingen München Karlsruhe Ungarn Carl Friedrich von Weizsäcker Max Born Werner Heisenberg Physik Kernphysik Leipzig Naturwissenschaften Arnold Eucken

Antisemitismus und Emigration

24'00
Politisches Bewusstsein erst durch den Machtwechsel 1933
25'08
Zeit um 1933: es habe eine „ungeheuerliche Naivität“ geherrscht
29'56
Zum Antisemitismus: litt bereits in Ungarn unter antisemitischen Angriffen; schockiert über die Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs
33'36
Erkannte 1933 den Ernst der Lage, hörte von Konzentrationslagern in Deutschland
36'44
Wirkung des Versailler Vertrages: USA lernten daraus und verhielten sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegenüber Deutschland anders

Politik Konzentrationslager Antisemitismus Emigration Nationalsozialismus Verfolgung Holocaust Ungarn Judentum USA Zweiter Weltkrieg Versailler Vertrag