Elisabeth Schwarzhaupt

geb. 07. Januar 1901 in Frankfurt am Main; gest. 29. Oktober 1986 in Frankfurt am Main

Beruf: Politikerin
GND-Nummer: 118805134

„Eine der ersten Frauen, die in der Nachkriegszeit durch ihr starkes politisches Engagement auffiel, war die CDU-Abgeordnete und promovierte Juristin Elisabeth Schwarzhaupt. 1953 wurde sie in den Bundestag gewählt, dem sie bis 1969 angehörte. Sie war vor allem im Rechts- und Familienausschuss aktiv und fand mitunter eher bei den Frauen der Sozialdemokratie Zustimmung als bei den konservativen Männern ihrer eigenen CDU/CSU-Fraktion.“ (aus: 00'34)

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54:17

INTERVIEW

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Einstieg Troschke
01'39
Über entscheidende Erfahrungen: Lektüre von Hitlers „Mein Kampf“ und „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ von Alfred Rosenberg als Anstoß für ihr politisches Engagement; Jurastudium

NS-Propaganda Antisemitismus Adolf Hitler Alfred Ernst Rosenberg Politik Nachkriegszeit „Mein Kampf“ Rassismus „Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Eine Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit“ Promotion Jurisprudenz Christlich Demokratische Union (CDU) Bundestag Nationalsozialismus

Herkunft und Berufsausbildung

03'53
Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg: Ausbruch 1914, Kriegsbegeisterung, Frankfurt am Main
06'57
Vater war Landtagsabgeordneter im preußischen Landtag
07'24
Abitur mit 19 Jahren Abitur; Mutter war Lehrerin (übte Beruf dann aber nicht aus), Mutter kümmerte sich um Haushalt
10'14
Zum Problem Rolle Ehefrau und Berufsausübung
11'16
Lehrerausbildung (wollte auch Journalistin werden) und Jurastudium in Berlin und Frankfurt am Main

Berlin Bildungswesen Wilhelm Schwarzhaupt Frankfurt am Main Erster Weltkrieg Jurisprudenz Preußen Politik

Leben und Arbeit in den 1920er und 1930er Jahren, Kriegsende 1945

15'22
Berlin der 1920er Jahre: kulturell interessant; nahm Gefahr des Nationalsozialismus wahr
16'40
Über ihre Gründe NS-Literatur zu lesen: Bekanntenkreis, politisches Interesse; Kritik an u.a. der „platten Ideologie“ und dem nationalsozialistischen Frauenbild
18'18
Zur wirtschaftlichen Misere Anfang 1930er Jahre; Anstellung am Gericht in Dortmund
19'44
Erinnerungen an Hitlers Machtantritt: Schweizaufenthalt Ende Januar 1933, Emigrationsgedanken
21'37
Tätigkeit als Hilfsrichterin (Anstellung wurde nicht verlängert)
22'16
Tätigkeiten für die evangelische Kirche (Referat Frauen in der Kirche)
23'22
Über Frauen in der Kirche bzw. die Zulassung zum Pfarramt
24'27
Über den Widerstand am 20. Juli 1944: war damals in Stolberg im Harz
25'37
Über ihr Wissen um Konzentrationslager
29'06
Erinnerungen an das Kriegsende 1945 in Stolberg im Harz; Besatzung durch die Briten und die US-Army

NS-Propaganda Wirtschaft Adolf Hitler 20.07.1944 Weimarer Republik Protestantismus Konzentrationslager Schweiz Emigration Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Widerstand Verfolgung Holocaust Nationalsozialismus Stolberg im Harz Zweiter Weltkrieg Berlin Dortmund Nachkriegszeit Besatzung US-Army

Politische Karriere in der Nachkriegszeit

34'08
Damalige Vorstellungen von einem Neubeginn Deutschlands: Wiederaufbau Kirche und des Staates
34'48
Zusammenarbeit mit Hermann Ehlers und CDU-Eintritt; ab 1953 im Bundestag
40'02
1961: Anekdote zu Helene Weber; die Gründung des Gesundheitsministeriums; Walter Bargatzky wurde Staatssekretär
44'17
Über Zustand und Neuerungen in der Geschlechterpolitik; zur Verbesserung in der Gleichstellung; Umweltpolitik und Lebensmittelrecht; Änderung des Arzneimittelrechts nach Contergan-Skandal
49'37
Hatte Amt nicht gern übernommen, hatte es aber 1966 ungern abgegeben
52'26
Zeitkritik: zur aktuellen Frauen- und Familienpolitik

Familienpolitik Hermann Ehlers Pharmaindustrie Christlich Demokratische Union (CDU) Walter Bargatzky Nachkriegszeit Politik Helene Weber Bundestag