Ernst Haeusserman

geb. 03. Juni 1916 in Leipzig; gest. 11. Juni 1984 in Wien

„...denn kaum ein Beruf hält Menschen so in Trab – körperlich, geistig, emotional – wie das Leben der Regisseure und Schauspieler: Wer in diesem Metier erfolgreich ist, bleibt nachgewiesenermaßen länger fit, bleibt psychisch und physisch bis ins hohe Alter beweglich und agil. Ernst Haeusserman ist solch ein Menschentyp, als Schauspieler, Regisseur und langjähriger Theaterleiter.“ (aus: 00'23)

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59:42

INTERVIEW

Entstanden: in Wien

00'00
Einstieg Troschke

Lebenserfahrungen

03'55
Tiefpunkte: Besetzung Österreichs 1938; Tod seiner ersten Frau
06'24
Höhepunkte: Begegnungen mit Max Reinhardt, Theaterkarriere
08'07
Über Religion und Schicksalsglauben; Emigration als psychische Belastung

„Anschluss“ Österreichs Religion Exil Theater Max Reinhardt Emigration Burgtheater Wien Johanna Haeussermann (geb. Lothar)

Elternhaus, Kindheit, US-Militär

11'29
Geboren in Leipzig; Besuche in Bad Dürrenberg; Selbstverständnis als Wiener; Prägung durch das Elternhaus
13'47
Zeit am Theater in der Josefstadt und dem Wiener Burgtheater; Eltern blieben nach 1938 in Österreich; spätes Interesse für Politik
16'40
Als Emigrant in den USA; Ronald Reagan als Kommandant bei der Luftwaffe; über die politische Wandlung Ronald Reagans

USA Theater in der Josefstadt Politik Emigration Luftwaffe Leipzig Bad Dürrenberg Ronald Reagan Burgtheater Wien Theater „Anschluss“ Österreichs Österreich Wien Schauspielerei Militärdienst Exil

Über das Leben in der Emigration und Max Reinhardt

19'18
Spracherwerb des Englischen in der Emigration; durch Empfehlung Ernst Lothars zu Max Reinhardt gekommen; als Assistent von Max Reinhardt
22'29
Über die Solidarität zwischen Emigrierten; zum Schicksal von Ernst Deutsch; Kontakte im Exil: Curt Goetz, Thomas Mann, Erich Maria Remarque; über die Beziehung zu Max Reinhardt
25'43
Max Reinhardt als beeindruckende Persönlichkeit

Thomas Mann Ernst Lothar Max Reinhardt Ernst Deutsch Curt Goetz Erich Maria Remarque Theater Exil Emigration

Motive für die Emigration

31'38
Über die Reaktion auf Hitlers politische Karriere während der Zeit als Schauspieler am Burgtheater; Ablegen der dt. Staatsbürgerschaft 1936 bis zum Anschluss Österreichs
33'43
Die Situation in NS-Deutschland; Freundschaft zu Familie Lothar
36'09
Engagement am Wiener Burgtheater bis Juli 1939; Emigration nach New York während der Weltausstellung
38'53
Verschleierung der Emigrationsgründe, um Eltern in Wien zu schützen; Militärdienst 1943; Unterstützung während der Emigration durch Schauspieler Joseph Schildkraut; nach Kriegsende beim Sender Rot-Weiß-Rot in Wien

Militärdienst Ernst Lothar New York USA Joseph Schildkraut Zweiter Weltkrieg Wien Verfolgung New York World’s Fair (NYWF) Exil Österreich Emigration „Anschluss“ Österreichs Schauspielerei Nationalsozialismus Adolf Hitler Burgtheater Wien Rundfunk Rot-Weiß-Rot (RWR) Nachkriegszeit

Kriegsende und Nachkriegszeit in Wien

43'23
Unterschiedliche Tätigkeiten nach dem Krieg („Relikt aus der Emigration“)
43'53
Rückkehr nach Österreich und Wiedersehen mit den Eltern
45'48
Über die Wahrnehmung des NS-Terrors in den USA
47'58
Bewachung der Kriegsgefangenen im Rahmen seiner Zeit beim US-Militär -> Re-Education: Vorführen von Filmen über die Kriegsverbrechen NS-Deutschlands (u.a. Konzentrationslager)
52'57
Über die Beziehung zu den USA und die Remigration nach Österreich gemeinsam mit seiner Frau Susi Nicoletti
56'33
1953 künstlerischer Leiter in der Josefstadt
57'29
Über das Älterwerden und die Angst vor dem Tod

Schauspielerei US-Army Konzentrationslager Holocaust Theater in der Josefstadt Kriegsgefangenschaft Militärdienst Zweiter Weltkrieg Susi Nicoletti (1918 – 2005) Wien Österreich Nationalsozialismus Re-Education Theater Emigration Exil Remigration USA Kriegsverbrechen