Hans Friderichs

geb. 16. Oktober 1931 in Wittlich

„Im Juli 1964, Hans Friderichs war noch nicht 33 Jahre alt, übernahm er von Genscher den Posten des Bundesgeschäftsführers. Friderichs gilt als einer der Wegbereiter der sozialliberalen Tendenzwende nach Erich Mende innerhalb der FDP.“ (aus: 00'30)

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INTERVIEW

00'00
Einstieg Troschke: Kurzbiografie
04'03
Über die Maxime „Freiheit“

Jugend in Wittlich

05'06
Elternhaus: tolerant und liberal, aufgewachsen in der Kleinstadt Wittlich
06'36
Kindheit während der NS-Herrschaft: Erinnerung an antisemitische Pogrome und die Verhaftung des Großvaters
11'00
Kriegsende: Vergangenheitsbewältigung
12'49
Prägende Ereignisse und Personen: Enttäuschung nach dem Krieg, „verfälschte“ Geschichtsbücher (frz. Besatzung); Freund der Eltern

Zweiter Weltkrieg Frankreich Geschichtswissenschaft Nachkriegszeit NS-Aufarbeitung Haft Pogrom Verfolgung Antisemitismus Nationalsozialismus Wittlich Besatzung

1950er Jahre, Studium und Verdienste Adenauers und Erhards

15'38
Zunächst Studium Rechts- und Wirtschaftswissenschaften; spätere Festlegung auf Jura
16'20
1950er Jahre politisch bewußt erlebt: guter politischer Start für die Bundesrepublik
19'17
Verdienst Konrad Adenauers: zielstrebige Westintegration der BRD
20'46
Verdienst Ludwig Erhards: freiheitliches Wirtschaftssystem

Ludwig Erhard Bundesrepublik Deutschland (BRD) Jurisprudenz Konrad Adenauer

Karriere als Politiker

22'17
Ablehnung des klassischen Freund-Feind-Denkens; über die Wichtigkeit parteiübergreifender Dialoge
22'40
Eintritt in die Politik im Frühsommer 1963: Angebot des stellvertretenden Bundesgeschäftsführers der FDP in Bonn; Gefahr in der Politik: Aktionismus; Bemühung um Distanz zum politischen Betrieb
26'39
Physische Konstitution wichtig für den Beruf des Politikers (braucht wenig Schlaf, treibt Sport)
28'13
Seit 1972 Bundesminister für Wirtschaft: Freude an dieser Tätigkeit; Forderungen: freier Welthandel, Erhalt der Wettbewerbswirtschaft; Debatte um Berufsbildung/Berufsausbildung

Bonn Wirtschaft Bundestag Politik Wirtschaftspolitik Freie Demokratische Partei (FDP)

Positionen: FDP, Ostpolitik, EG

32'16
Wandel der FDP in den 1960er Jahren: mit Walter Scheel auf dem Weg zu einer sozialliberalen Koalition
34'42
Wandel in der FDP: von einer nationalliberalen zu einer sozialliberalen Ausrichtung
35'30
Unterstützung der Ostpolitik (vgl. Karl Georg Pfleiderers)
37'03
Über die überfällige Anerkennung der DDR als selbstständigen deutschen Staat
38'08
Chancen der Europäischen Gemeinschaft: vereinigtes Westeuropa ist eine Notwendigkeit, Plädoyer für eine Harmonisierung der Lebensbedingungen in den westeuropäischen Staaten
42'27
Position Frankreichs gegenüber Europa; EG nicht als Abbild aber auch nicht als Gegenstück der USA
44'35
Agrarmarkt der EWG/Mansholt-Plan scheiterte an Zieldisparitäten der Länder

USA Europa Frankreich Deutsche Demokratische Republik (DDR) Teilung Deutschlands Europäische Gemeinschaft (EG) Ost-West-Konflikt Wirtschaft Wirtschaftspolitik Karl Georg Pfleiderer Politik Freie Demokratische Partei (FDP) Agrarpolitik Mansholt-Plan Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

Zustand und Zukunft der FDP

46'08
Enge Koordination innerhalb der FDP
46'42
Zukunft der FDP: Partei muss politische Vorstellungen glaubwürdig vertreten und personalisieren können; „Zugpferd“ Walter Scheel; Koalitionen mit der FDP
50'56
Bundestagsabgeordnete und ihr Dienstverhältnis
55'15
Kritik an den Jungdemokraten

Politik Bundestag Walter Scheel Freie Demokratische Partei (FDP)

Zukunftswünsche und Lebenseinstellung

56'49
Über aktuelle Probleme und die Energiekrise
01'00'39
Lebenseinstellung: keine besondere religiöse Bindung
01'01'35
Wunsch nach Überwindung der unterschiedlichen Lebensbedingungen auf der Welt

Energiepolitik Soziale Ungleichheit Sozialpolitik Religion