Hans Hömberg

geb. 14. Dezember 1903 in Berlin; gest. 04. Juli 1982 in Kufstein

„Vor über 40 Jahren wurde er fast über Nacht bekannt: Hans Hömberg als Autor des Theaterstücks ‚Kirschen für Rom‘. Eine heitere Parabel, inspiriert von Figuren und Geschehnissen der römischen Geschichte, eine Komödie, die die Vorzüge des sinnfrohen Daseins in Friedenszeiten preist, entstanden an der Schwelle des Zweiten Weltkriegs.“ (aus: 00'00)

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55:34

INTERVIEW

Entstanden: in Wörgl (Österreich)

00'00
Einstieg Troschke
03'16
Über die frühe Kindheit und den Kontakt zu Otto Julius Bierbaum und Otto Erich Hartleben
04'50
Wortschöpfungen Hömbergs

Otto Erich Hartleben Otto Julius Bierbaum

Elternhaus, Journalist bei Ullstein und Archivar bei der UFA

06'06
Übet das Aufwachsen in einem wohlhabenden Elternhaus und Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg
12'24
Berlin nach dem Ersten Weltkrieg; über die Beschäftigung mit der altpersischen Sprache und Kultur; zu der Lektüre von u.a. Omar Khayyâms „Die Sinnsprüche Omars des Zeltmachers“ (in der Ausgabe von Fitzgerald) und Georg Rosens Buch zur persischen Grammatik (1860) sowie der Werke Sa'dis
15'22
Wege zum Journalismus: Interesse für Hermann Ullstein Artikel zum Pressewesen in der Berliner Illustrirten; über die Lektüre von Die Fackel von Karl Kraus; Tätigkeiten im Ullstein-Haus (bei den Zeitbildern, der Illustrierten, beim UHU, beim Querschnitt) bei und der UFA-Presseabteilung; Kontakte zu u.a. Heinz Tovote; erste Versuche als Schriftsteller und Drehbuchautor, u.a. „Besuch im Karzer“ (nach einer Vorlage von Ernst Eckstein und mit Hans Leibelt)

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Zu seinem Werdegang während der NS-Herrschaft 1933–1945

22'38
Zum Machtwechsel 1933
24'00
Über die Entscheidung, aus Angst vor Adolf Hitler und der politischen Situation keine Kinder zu bekommen; zu den nationalsozialistischen Fremdbildern seine Person und Arbeit betreffend; NS-Erfolge (u.a. „Kirschen für Rom“) und NS-Aufarbeitung
31'21
Erinnerungen an das besetzte Prag; über seine Dramaturgentätigkeit in Prag
38'03
Über sein Glück (im Gegensatz zu Erich Ohser)

Schriftstellerei Joseph Goebbels Hinrichtung „Kirschen für Rom“ Besetzung Prags durch die Wehrmacht 1939 NS-Kulturpolitik Adolf Hitler Nationalsozialismus Erich Ohser Theater Prag NS-Aufarbeitung Zweiter Weltkrieg

„Kirschen für Rom“ und geplanter Film über Hitler

39'37
Über die Entstehung von „Kirschen für Rom“ und seine Aufführung an Gustaf Gründgens u.a. mit Will Dohm); Auftrag für ein Drehbuch für ein Hitler-Biografiefilm (geplante Rollenbesetzung: Willy Birgel als junger Hitler)

Will Dohm Gustaf Gründgens Willy Birgel Schriftstellerei „Kirschen für Rom“ Film Berlin Staatstheater am Gendarmenmarkt (Schauspielhaus Berlin) Theater Nationalsozialismus Adolf Hitler NS-Propaganda NS-Kulturpolitik

Schaffen und Lebenseinstellung

50'36
Über die Aufführung und das Verbot von Gustaf Gründgens Lieblingsstück „Der tapfere Herr S.“
51'45
Über Stalingrad, den Zweiten Weltkrieg, Kriegsverbrechen und das Glück, den NS-Terror überlebt zu haben

Berlin NS-Zensur NS-Kulturpolitik „Der tapfere Herr S.“ Gustaf Gründgens Staatstheater am Gendarmenmarkt (Schauspielhaus Berlin) Nationalsozialismus Theater Schriftstellerei Schlacht von Stalingrad Konzentrationslager Zweiter Weltkrieg