Inge Meysel

geb. 30. Mai 1910 in Berlin; gest. 10. Juli 2004 in Bullenhausen

Beruf: Schauspielerin
GND-Nummer: 119013029

„Die Schauspielerin und ‚Mutter der Nation‘ Inge Meysel im Interview mit Harald von Troschke.“

00:00
01:48:27

INTERVIEW

Entstanden: 1985 in Bullenhausen

00'00
Über den Interview-Ort und Meysels Wohnhaus bei Hamburg
01'54
Starkes Umweltbewusstsein und über das Aussterben von Vogelarten

Umweltschutz Hamburg Bullenhausen

Ihr Verhältnis zu Berlin und ihre Lebenseinstellung

04'46
Die Wohnung in Berlin
05'39
Selbstverständnis als Berlinerin
06'28
Beziehung zur Astrologie; Anekdote ihr damaliger Theaterdirektor Willy Maertens
09'42
Lebenseinstellung: „unser Leben ist eine Vorbestimmung“; über die „Ausstrahlungskraft“ eines Menschen; preußisch-pflichtbewusste Arbeitseinstellung

Astrologie Willy Maertens Berlin

Elternhaus und Erziehung

13'56
Verletzung des Vaters im Ersten Weltkrieg; Mutter als Nachfahrin von Klaus Störtebecker; Vater kam aus Schlesien
17'31
Kindheitserinnerungen: Hunger während des Ersten Weltkriegs, starker Familienzusammenhalt, Kriegsverletzungen des Vaters, liebevolles Elternhaus; über die Erziehung; Unterschiede zwischen amerikanischer und deutscher Erziehung

Erster Weltkrieg Pädagogik Militärdienst Klaus Störtebeker Berlin USA

Leben während der NS-Herrschaft

35'47
Situation ab 1933 und die Auswirkungen antisemitischer Verordnungen auf ihre Familie
36'50
NS-Zeit: rechtlich war ihr Vater zunächst von den Rassegesetzen gedeckt, Eltern wollten ihre Kinder nicht religiös erziehen; Dienstmädchen musste 1935 Deutschland verlassen
43'01
Vater verlor seine Anstellung; erzwungener Umzug der Eltern und sozialer Abstieg; Engagement bis 1934 am Leipziger Schauspielhaus; Verbot der Heirat mit ihrem Lebensgefährten Helmuth Rudolph; ging nach Danzig; Vater wurde depressiv; Erinnerungen an antisemitische Diskriminierung
46'44
NS-Terror: viele Denunzianten, aber auch heimliche Unterstützung jüdischer Mitbürger
48'45
Ende 1935 von Danzig nach Dresden, dann nach Hamburg

Gdańsk (Danzig) Schauspiel Leipzig Leipzig Arbeitsverbot Verfolgung Judentum Religion Nationalsozialismus Helmuth Rudolph Nürnberger Gesetze Antisemitismus Berlin Hamburg Dresden

In Hamburg während des Zweiten Weltkrieges

49'43
Inhaftierung von Menschen jüdischer Herkunft auf der Dammwiese in Hamburg
52'18
Verhaftung des Vaters und Freilassung durch Reinhard Heydrich
55'33
Während des Zweiten Weltkriegs versteckte sich ihre Mutter bei ihr in Hamburg, ihr Vater tauchte in Müggelheim (bei Berlin) unter
01'04'22
Ende 1943 Anzeige und Vorladung von der Gestapo; zunächst Schutz durch die Beliebtheit ihres Mannes Helmuth Rudolph; Tätigkeit bei Hermann Gottlieb Schmidt als technische Zeichnerin und Telefonistin; stand unter Aufsicht der Gestapo; über ihr Auftreten: wichtig ist eine Ausstrahlung, die Unverwundbarkeit zeigt
01'16'18
Ihr Vater bekam durch seine Zeit im Versteck in Müggelheim wieder Kraft
01'18'58
Zum Suizid der Eltern von Charlotte Kramm; auch Meysel trug eine Zyankali-Kapsel mit sich; Mai 1945 Kriegsende
01'22'40
Nachkriegszeit in Hamburg; Informationen über den Verbleib ihrer Brüder über das Radio

Müggelheim Rundfunk Nachkriegszeit Hermann Gottlieb Schmidt Geheime Staatspolizei (Gestapo) Haft Holocaust Verfolgung Nationalsozialismus Reinhard Heydrich Charlotte Kramm Berlin Zweiter Weltkrieg Hamburg Antisemitismus Helmuth Rudolph

Über 40 Jahre Kriegsende

01'24'36
Zum 40. Jahrestag der Kapitulation und über starke Frauen; Lob der Aufbauhilfe der USA; zu der Teilung Deutschlands und der Überwindung Ost-West-Konflikts
01'32'38
Glücklich über Meinungsfreiheit, Demokratie und soziale Absicherung; Kritik an Atomwaffen

Demokratie Teilung Deutschlands USA Ost-West-Konflikt Atomwaffen Sozialpolitik

Ablehnung des Bundesverdienstkreuzes

01'36'30
Über die Entscheidung, das Bundesverdienstkreuz abzulehnen; Erinnerung an die Aberkennung des Eisernen Kreuz' ihres Vaters

Eisernes Kreuz (EK) Erster Weltkrieg Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz)

Über den Titel „Mutter der Nation“

01'39'50
Über den Titel „Mutter der Nation“

Gedanken über den Tod

01'44'41
Über den Tod und Sterbehilfe

Sterbehilfe