Leopold Lindtberg

geb. 01. Juni 1902 in Wien; gest. 18. April 1984 in Sils Maria

„Im Laufe seines langen Lebens hat er sich einen Namen gemacht als Schauspieler, Regisseur, Autor, Theaterdirektor, Leiter der Wiener Schule für Film und Fernsehen und noch bis 1973 als Lehrbeauftragter der Universität Zürich. [...] Sein Leben personifiziert ein regendes und dramatisches Stück europäischer Zeitgeschichte und moderner deutscher Kultur und Theatergeschichte.“ (aus: 02'14)

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INTERVIEW

Entstanden: in Zürich

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Einstieg Troschke

1920er Jahre, Theater und Zeitgeist

03'26
Erinnerungen an das Attentat in Sarajevo am 28. juni 1914 (Lindtberg lebte damals in Wien) und den Machtwechsel am 30. Januar 1933; über Wilhelm Dieterle
06'56
Der Theaterbetrieb während Krisenzeiten (z:B. Wirtschaftskrise); über die späten 1920er Jahre
11'14
Das Theaterleben in den 1920er Jahren in Berlin; über Max Reinhardt und Leopold Jessner
13'22
Über den Berliner Theaterbetrieb, Wilhelm Dieterle, die erste Rolle in Düsseldorf als Don Carlos und erste Regietätigkeiten; als Regisseur bei Erwin Piscator in Berlin
14'24
Das Verhältnis von Werktreue und Zeitgeist

30.01.1933 Schauspielerei Erster Weltkrieg Wilhelm [William] Dieterle Max Reinhardt Leopold Jessner Erwin Piscator Wien Berlin Adolf Hitler Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) Attentat von Sarajevo Nationalsozialismus Weltwirtschaftskrise Düsseldorf Schauspielhaus Düsseldorf „Don Carlos – Infant von Spanien“ Friedrich Schiller Regie Theater

Beginn der NS-Herrschaft in Deutschland und Emigration 1933

14'56
Über den Machtwechsel 1933, die Zeit in Düsseldorf und die Inszenierung von Hauptmanns „Die Weber“; Erinnerung an die Abführung von Wolfgang Langhoff
16'18
Erinnerung an den Reichstagsbrand in Berlin und die Verhaftung Wolfgang Langhoffs
20'31
Inszenierung von „Ein Fußbreit Boden“ von Jochen Huth mit Werner Finck, Erwin Kalser und Maria Paudler in Berlin; Zusammenarbeit mit einem SA-Mann; Verfolgung durch die SA und Emigration am 20. April 1933 nach Paris; Aufenthalt in Paris und Weiterreise nach Zürich; Engagement am Schauspielhaus Zürich

Berlin Düsseldorf Joseph Goebbels Reichstagsbrand Wolfgang Langhoff 30.01.1933 „Ein Fußbreit Boden“ Jochen Huth Werner Finck Erwin Kalser Maria Paudler Sturmabteilung (SA) Exil Paris Frankreich Zürich Schauspielhaus Zürich Schweiz Haft Gerhart Hauptmann „Die Weber“ Theater Regie NS-Kulturpolitik Verfolgung Nationalsozialismus Schauspielhaus Düsseldorf Kommunismus Emigration

Exil in der Schweiz

23'50
Zur Gründung des berühmten Zürcher Ensembles (Kurt Hirschfeld, Gustav Hartung, Kurt Horwitz, Therese Giehse, Ernst Ginsberg, Erwin Kalser, Maria Fein, Maria Becker); zu Wolfgang Langhoffs KZ-Haft und seine Engagement am Schauspielhaus Zürich
28'31
Über die anhaltende Verfolgung Langhoffs in der Schweiz und das Leben der Deutschen in der Schweiz
31'54
Zur Sorge vor einem Einmarsch der benachbarten Großmächte und der Mobilmachung in der Schweiz (10. Mai 1940)
35'15
Ständige Mobilitätsbereitschaft der Emigranten
36'26
Zu Oskar Wälterlin und dem antinationalsozialistischen Programm des Zürcher Schauspielhauses Zürich
39'04
Kenntnisse über den Holocaust; Heinz Hilperts Bericht von Konzentrationslagern; die Entlassung Alfred Brauns aus dem KZ Oranienburg

Emigration Heinz Hilpert Schweiz Zürich KZ Oranienburg Alfred Braun Judentum Antisemitismus Holocaust Antifaschismus Oskar Wälterlin Mobilmachung (Schweiz) Nationalsozialismus Verfolgung Lagerhaft Konzentrationslager Wolfgang Langhoff Maria Becker Exil Schauspielhaus Zürich Kurt Hirschfeld Gustav Hartung Kurt Horwitz Therese Giehse Ernst Ginsberg Erwin Kalser Maria Fein

Kriegsende 1945 und frühe Nachkriegszeit

42'12
Erinnerung an das Kriegsende im Mai 1945 in der Schweiz gemeinsam mit Wolfang Langhoff; über den Film „Die letzte Chance“; über die Bedeutung der Schlacht von Stalingrad 1943; Gastspiele in Österreich; 1950 Schweizer Staatsbürgerschaft
51'23
Zum herzlichen Empfang am Wiener Burgtheater
52'02
1954 erster Berlin-Aufenthalt nach dem Krieg; Engagements in Hollywood, über die Remigration von Kollegen in Hollywood nach Deutschland

Emigration Remigration Hollywood Berlin Schweiz Wolfgang Langhoff USA Nachkriegszeit Burgtheater Wien Wien Exil Österreich Theater Schlacht von Stalingrad „Die letzte Chance“ Regie Film Zweiter Weltkrieg

Einstellung zu aktuellen Problemen und zum Leben

56'54
Über Zukunftsvorstellungen und die Angst vor Atomwaffen
59'54
Plädoyer für Mut und Optimismus; über die Funktion des Theaters
01'02'08
Zu Religion und Lebenseinstellung

Religion Atomwaffen Theater