Oscar Fritz Schuh

geb. 15. Januar 1904 in München; gest. 22. Oktober 1984 in Großgmain bei Salzburg

Berufe: Regisseur, Theaterintendant
GND-Nummer: 118611208

„Wenn's um die Geschichte des deutschsprachigen Nachkriegstheaters geht, dann wird man beim Namen Oscar Fritz Schuh rasch fündig. Wir wollen jedoch im Rahmen unseres Gesprächs kein theaterwissenschaftliches Seminar ersetzen, sondern den einstigen Generalintendanten und bis heute noch und immer wieder aktiven Regisseur Oscar Fritz Schuh als kritischen Zeitgenossen kennenlernen [...].“ (aus: 00'17)

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59:08

INTERVIEW

Entstanden: in Salzburg

00'00
Einstieg Troschke

Nachkriegszeit Theater Intendanz Regie

Lebenserfahrungen und Arbeitsphilosophie

01'22
Zu einer grundlegenden Lebenserfahrung
01'29
TONSTÖRUNG (bis 01'42)
01'54
Über schwierige Lebensphasen: Erster Weltkrieg, Hungerwinter 1917, NS-Zeit
02'23
Über erfreuliche Ereignisse: erste Berufung nach Salzburg und Start in Berlin
03'34
Über das Wechselspiel positiver und negativer Erfahrungen; sieht die Welt aus Theater-Perspektive
06'16
Zu seiner Arbeitsphilosophie: Beruf hält jung und gesund

Nationalsozialismus Berlin Theater Erster Weltkrieg Salzburg

Herkunft und berufliche Erfolge in den 1920er Jahren

07'32
Zu seiner Herkunft: Sohn eines Tierarztes in München; prägende Erfahrung: Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Kriegsbegeisterung in München
09'28
Über das Ende des Ersten Weltkrieges und heimgekehrte Soldaten: Straßenschlachten, politische Kämpfe
11'38
Machte 1921 sein Abitur, Schulzeit; über die Münchner Räterepublik; über Ernst Toller
14'23
Zu seinem erstem Erleben der Nationalsozialisten: Nationalsozialismus kam aus der Provinz
15'44
Über Hitler in München; las Hitlers „Mein Kampf“; über Hitler
17'57
Zu seinem Studium 1921-1923: Universität München war unterbelegt; schrieb mit 17 Jahren schon Theaterkritiken; übernahm Regie im Alter von 19 Jahren, spielte mit Therese Giehse
23'33
Hatte nur Schauspielunterricht, Sprechunterricht; zu seiner Vorliebe für Stücke von Bertolt Brecht
26'00
Über seine Theaterleidenschaft; inspiriert von Ideen Alexander Jakowlewitsch Tairow; sah viele Inszenierungen von Jürgen Fehling; zum Theater in München
28'12
Zwanzigerjahre: interessierte sich nicht für Politik; Inflation; gute Theaterförderung in der Weimarer Republik; war u. a. in Prag, in Gera, in Darmstadt war er Opernregisseur
31'31
Erklärt Entstehen der Opernregie

Alexander Jakowlewitsch Tairow Weimarer Republik Bertolt Brecht Regie Theaterkritik Universität München Rassismus Antisemitismus Münchner Räterepublik Adolf Hitler „Mein Kampf“ Schauspielerei Theater Oper Nationalsozialismus Darmstadt Gera Prag München Erster Weltkrieg Ernst Toller Therese Giehse Jürgen Fehling

Arbeit und Leben während der NS-Herrschaft

32'41
Beruflich in Prag: schönes Lebensgefühl; zu seinem Engagement in Hamburg 1932-1940, zu den Lebensbedingungen in Hamburg während der NS-Herrschaft: fühlte sich als Staatsfeind; Begegnung mit Axel von Ambesser in Wien
37'08
Berufsausübung in der NS-Zeit: achtete auf Distanz zu NS-Größen, „ich war ein Opportunist“; Zusammenarbeit mit Caspar Neher und Karl Böhm; 1944 durch Wolfgang Liebeneiner zur UFA gekommen; Kriegsangriffe in Wien überstanden; zum Einmarsch der Roten Armee

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Theaterarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg

43'32
Nachkriegszeit: Burgtheater Wien; ging 1947 nach Italien, lobt Italiens kulturelle Blüte nach dem Zweiten Weltkrieg
45'29
Troschke über Schuhs Berufsstationen
46'14
Beurteilung der Theaterpolitiken 1945-1968; durch Walter Felsenstein wieder nach Berlin gekommen; in Berlin das Theater am Kurfürstendamm übernommen; dann in Köln; in Hamburg; Gustaf Gründgens

Kulturpolitik Ost-West-Konflikt Berlin Walter Felsenstein Italien Wien Theater Burgtheater Wien Nachkriegszeit Theater am Kurfürstendamm Schauspielhaus Hamburg Hamburg Köln Gustaf Gründgens

Über das Leben und den Tod

53'46
Über seine Lebenseinstellung: keine, hat sich aber mit religiösen Ideen beschäftigt
55'08
Über Leben und Tod
57'08
Glaubt nicht an Wiedergeburt

Religion