Otto Eduard "O. E." Hasse

geb. 11. Juli 1903 in Obersitzko; gest. 12. September 1978 in Berlin

„Otto Eduard Hasse, Jahrgang 1903: Aus Otto Eduard wurde im Laufe der Jahre O. E. und aus dem jungen Hasse mit der Zeit ein vielseitiger, begehrter Schauspieler, in reiferen Jahren ein Filmstar und schließlich ein Charakterdarsteller von ungewöhnlicher Faszination.“ (aus: 03'30)

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INTERVIEW

Entstanden: in Bochum

00'00
Einstieg Troschke (u.a. zu O.E. Hasses Mitarbeit an Tankred Dorsts „Eiszeit“)
02'05
EINSPIELER O. E. Hasse rezitiert Fontane
02'21
Stationen der Schauspielkarriere: Hamburg; Zürich; Frankfurt; München; Wien; 1948 „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer am Berliner Schlosspark Theater; 1954 „Canaris“ zu den Themen des deutschen Widerstands gegen Hitler und der NS-Aufarbeitung in der Nachkriegszeit; 1959 gemeinsam mit Elisabeth Bergner „Geliebter Lügner“ (in der Übersetzung von Hermann Stresau und unter der Regie von Jerome Kilty) im Renaissance Theater Berlin
09'02
EINSPIELER „Shaws Mutter ist gestorben“ aus „Geliebter Lügner“
13'10
Weitere Stationen der Schauspielkarriere: „Urfaust“, „Wallenstein“, „Wir sind noch einmal davongekommen“, „Cäsar und Cleopatra“, „Meteor“ von Friedrich Dürrenmatt, „Entscheidung vor Morgengrauen“, „Die Ehe des Herrn Missesippi“, „Lulu“, „Der Arzt von Stalingrad“, Tankred Dorsts „Eiszeit“
13'59
Über das stetige Lernen als Schauspieler („Ein guter Mensch bleibt immer ein Anfänger!“)
15'20
Über die Liebe zur Musik
16'44
Vergleich von Filmen und Theaterinszenierungen

Ulrich Wilhelm Erfurth Kriegsverbrechen Adolf Hitler Thalia Theater Hamburg Hans Lietzau Zürich „Entscheidung vor Morgengrauen“ Anatole Litvak Hamburg Theodor Fontane „Die Ehe des Herrn Mississippi“ Kurt Bertrand Paul Hoffmann „Lulu“ Rolf Thiele Peter Zadek „Der Arzt von Stalingrad“ Géza von Radványi Musik Tankred Dorst „Eiszeit“ Theater Film Schauspielerei Jerome Kilty Renaissance Theater Berlin „Urfaust“ Johann Wolfgang von Goethe Jürgen Fehling Hebbel am Ufer Karl-Heinz Stroux Thornton Wilder Friedrich Dürrenmatt Hermann Stresau „Der Meteor“ Jürgen-Fehling-Theater Friedrich Schiller „Wallenstein“ Willi Erwin Georg Schmidt „Wir sind noch einmal davongekommen“ TV NS-Aufarbeitung Nationalsozialismus Widerstand Alfred Weidenmann „Canaris“ Schlosspark Theater Berlin Berlin Nachkriegszeit Schauspielhaus Düsseldorf Düsseldorf „Cäsar und Cleopatra“ Boleslaw Barlog Carl Zuckmayer „Des Teufels General“ Wien München Frankfurt am Main Elisabeth Bergner „Geliebter Lügner“ Bernard Shaw Mrs. Stella Patrick Campbell

Herkunft und Ausbildung als Schauspieler in den 1920er Jahren

17'30
Geboren in Obersitzko, Vater war Kaufmann; erster Theaterrollen bereits in der Schulzeit
19'01
Schwierigkeiten zwischen Polen und Preußen
19'50
Berlin in der frühen 1920er Jahren; Studium an der Max-Reinhardt-Schule; Wien-Besuche
21'09
Idole: Werner Krauß, Elisabeth Bergner, Käthe Dorsch
21'49
Über Werner Krauß als einen „Magier der Bühne“
23'55
Über Elisabeth Bergner
25'35
EINSPIELER „Geliebter Lügner“
27'18
Über Käthe Dorsch
29'00
Über die 1920er Jahre: wirre Zeit, destruktiv, vielfältig
30'32
Über die Wahrnehmung des politischen Zeitgeschehens in den 1920er Jahren
31'58
Zur ‚Haltbarkeit‘ von Stücken mit Zeitbezügen

Posen Polen Berlin Werner Krauß Elisabeth Bergner Käthe Dorsch Theater Film Wien Schauspielerei Max-Reinhardt-Schule „Geliebter Lügner“ Bernard Shaw Mrs. Stella Patrick Campbell Jerome Kilty Renaissance Theater Berlin

Bei den Münchner Kammerspielen

33'56
Zusammenarbeit mit Otto Falckenberg, Elisabeth Flickenschildt, Marianne Hoppe, Horst Caspar; Anekdote über Elsa Wagner
37'00
Kammerspiele nach 1933
37'55
Erinnerungen an 1933: Nachricht über den Reichstagsbrand erschütterte Therese Giehse
38'36
Das Theaterspielen während der NS-Zeit; über „Der Lampenschirm“ von Curt Goetz und „Die Rothschilds. Aktien auf Waterloo“ von Erich Waschneck
39'56
Emigration von u.a. Elisabeth Bergner, Therese Giehse, Kurt Horwitz; zum Selbstmord von Joachim Gottschalk

Erich Johannes Waschneck Elisabeth Bergner Kurt Horwitz Joachim Gottschalk Emigration Exil Verfolgung „Der Lampenschirm“ „Die Rothschilds. Aktien auf Waterloo“ NS-Propaganda Schauspielerei Theater Film München Münchner Kammerspiele Otto Falckenberg Elisabeth Flickenschildt Horst Caspar Elsa Wagner Therese Giehse Curt Goetz Antisemitismus Nationalsozialismus

Kriegs- und frühe Nachkriegszeit

41'02
Zweiter Weltkrieg: Kriegsdienst ab 1944
41'38
Erinnerung an das Kriegsende in Caputh bei Potsdam
42'16
Über das kriegszerstörte Berlin und das Glück, dass seine Wohnung in Grunewald unbeschadet blieb; Engagement bei der UFA („Lenin in Oktober“); Zusammenarbeit mit Jürgen Fehling im „Urfaust“
43'18
Theater in der Nachkriegszeit: Begegnung mit Jürgen Fehling und Rolle als Mephisto; „Pariser Leben“ unter der Regie von Walter Felsenstein (Operette im teilweise zerstörten Hebbel-Theater); „Wir sind noch einmal davongekommen“ von Thornton Wilder unter der Regie von Karl-Heinz Stroux

Zweiter Weltkrieg Militärdienst Caputh Nachkriegszeit UFA Schauspielerei Theater Film „Lenin im Oktober“ Michail Iljitsch Romm Eugen York „Urfaust“ Johann Wolfgang von Goethe Jürgen-Fehling-Theater „Pariser Leben“ Operette Jacques Offenbach Henri Meilhac Berlin Karl-Heinz Stroux Jürgen Fehling Ludovic Halévy Walter Felsenstein Hebbel am Ufer „Wir sind noch einmal davongekommen“ Thornton Wilder Karl-Heinz Stroux

Karriere als Filmschauspieler und über die Zukunft des Theaters

45'03
Karriere als Filmschauspieler; „Decision Before Dawn“, „The Big Lift“, „I Confess“, „Canaris“; Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock in Kanada und Hollywood; Dreharbeiten in Frankreich
46'39
Über die Filmarbeit in den USA und in in Frankreich
48'34
Theaterrollen in der Nachkriegszeit: „Wir sind noch einmal davongekommen“
50'38
Pessimistische Sicht auf die Zukunft des Theaters
53'42
EINSPIELER aus „Geliebter Lügner“ von Bernhard Shaw und „Ausgang“ von Theodor Fontane

„Geliebter Lügner“ Renaissance Theater Berlin Film „Entscheidung vor Morgengrauen“ Anatole Litvak „Ich berichte“ George Tabori „Es begann mit einem Kuß“ George Seaton „Canaris“ Alfred Weidenmann Kanada Hollywood USA Frankreich Theater „Wir sind noch einmal davongekommen“ Thornton Wilder Karl-Heinz Stroux Hebbel am Ufer „Ausgang“ Schauspielerei Alfred Hitchcock Theodor Fontane Berlin Jerome Kilty Bernard Shaw