René König

geb. 05. Juli 1906 in Magdeburg; gest. 21. März 1992 in Köln

Berufe: Soziologe, Linguist, Übersetzer
GND-Nummer: 118564390

„Mann und Werk gerecht zu werden — mit wenigen Worten — fällt schwer! Wo liegen die interessantesten, die aufschlussreichsten Schwerpunkte in seinem Leben als kritischer Zeitgenosse, als akademischer Lehrer, als Publizist und Herausgeber sozialwissenschaftlicher Abhandlungen, aber auch als ein in viele Sprachen übersetzter Sachbuchautor, als Sohn eines Deutschen und einer Französin, in dessen Elternhaus man Französisch sprach, nicht Deutsch [...]?“ (aus: 00'05)

00:00
01:14:30

INTERVIEW

Entstanden: in Genzano di Roma (Italien)

00'00
Einstieg Troschke

Erfahrung des Nationalsozialismus

05'30
Über den Nationalsozialismus: Diskriminierungen, Gewalt, Diffamierung in „Das Schwarze Korps“ (weiteres wichtiges NS-Presseorgan: „Der Stürmer“); über Solidarität im NS
08'41
Kritik am Opportunismus und an Werner Ziegenfuß; Erinnerungen an die Emigration

Presse Emigration Der Stürmer Das Schwarze Korps NS-Propaganda Schutzstaffel (SS) Diskriminierung Nationalsozialismus Sturmabteilung (SA) Verfolgung Exil NS-Presse Werner Ziegenfuß

Kosmopolitisches Elternhaus, Kindheit, Abitur in Danzig

12'15
Zur Kindheit in Paris und zum Selbstverständnis als Liberaler
14'36
Prägungen durch die Familie
18'25
Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Abbruch des Kontaktes mit dem französischen Teil seiner Familie; Zeit in Halle an der Saale; Isolation in der Schule; Mitgliedschaft in der pazifistischen Wandervogelbewegung
22'52
Umzug nach Danzig
25'38
Zu Danzigs nationalistischer Politik und daraus resultierenden Konflikten mit Polen

Wandervogelbewegung Erster Weltkrieg Pazifismus Magdeburg Halle/Saale Polen Gdańsk (Danzig)

Reise nach Istanbul und Studium

28'56
Zweimonatige Istanbul-Reise nach dem Abitur in Danzig; über Atatürk
31'49
Zur Politik Atatürks
34'03
Studium in Wien und Berlin; Interesse für Philosophie und Soziologie; Prägung durch Alfred Vierkandt; über die Vorteile von Fremdsprachkenntnissen („Wer nur eine Sprache spricht, weiß gar nichts von sich selbst.“)
37'31
Über Sprachkenntnisse und Friedrich Kraelitz in Wien
40'40
Über Sprachen und Kulturen

Kemal Atatürk Alfred Vierkandt Friedrich Kraelitz Türkei Gdańsk (Danzig) Philosophie Soziologie Politik Berlin Wien Istanbul

Beginn der NS-Herrschaft in Deutschland, Emigration in die Schweiz und Nachkriegszeit

43'24
Erinnerungen an die Vorboten des Nationalsozialismus Ende der 1920er Jahre in Berlin; Gespräch mit Peter Bamm; Aufenthalt in Sizilien; zu Peter Suhrkamp und Ernst Rowohlt
49'00
Erinnerung an den Reichstagsbrand und die SA
51'10
Politische Gespräche mit den Eltern
52'43
Exil in Zürich 1936-1953 und Rückkehr nach Köln

Reichstagsbrand Reichstagsbrand Berlin Sizilien Italien Verlagswesen Sturmabteilung (SA) Emigration Exil Schweiz Peter Bramm Peter Suhrkamp Ernst Rowohlt Remigration Zürich Köln Nationalsozialismus

Diskurs über die „Stunde Null“-Problematik

53'26
Über die „Sünden des Neubeginns“ 1946
55'26
Vergleich Deutschland und Italien
56'49
Weitere Kritik am Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
01'02'38
Über die Autobiographie „Leben im Widerspruch“ und die Kollektivschuld-Debatte
01'05'13
Zur Verlässlichkeit seiner Prognosen

Nachkriegszeit NS-Aufarbeitung Kollektivschuld-Debatte Stunde Null „Leben im Widerspruch. Versuch einer intellektuellen Autobiographie“ Schriftstellerei Italien

Zukunft und Glaube

01'05'48
Blick in die Zukunft
01'09'31
Über den Glauben und das Selbstverständnis als Agnostiker

Religion Agnostizismus