Serge Sabarsky

geb. 03. November 1912 in Wien; gest. 23. Februar 1996 in New York

Beruf: Kunstsammler
GND-Nummer: 119512408

„Serge Sabarsky [...] gehört zu den faszinierenden Persönlichkeiten des internationalen Kunsthandels. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er sein Geschäft nicht als Brotberuf erlernt hat, sondern anfing als Kunstsammler, also als ein Mann mit Lust und Leidenschaft am Aufspüren, Recherchieren, Kaufen, sich aneignen. In New York City, wo Serge Sabarsky seit mehr als einem halben Jahrhundert lebt, eröffnete er sein eigenes Kunsthandelsgeschäft vor gut 20 Jahren in der Madison Avenue.“ (aus: 00'00)

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59:49

INTERVIEW

Entstanden: in New York

00'00
Einstieg Troschke

New York Kunsthandel Kunst

Arbeit und Ansichten eines Kunsthändlers

00'35
Warum er erst so spät Kunsthändler wurde: versuchte ein neues Leben zu beginnen, war vorher Innenarchitekt, diese Arbeit wurde schwieriger; war aber schon seit seiner Kindheit kunstinteressiert; zur Eröffnung einer Kunstsammlung im Mai 1968 in New York; erster Kunde: Harold Joachim vom Art Institute of Chicago
05'44
Kunsthandel als Risiko
07'06
Tätigkeit als Dozent für Kunsthandel an der Universität New York; Erfolgsrezept: Tatendrang, Wissen und eine Spezialisierung
10'35
Über die Studierenden
12'26
Zu seinem Ruf als Enfant terrible des internationalen Kunsthandels und dem „Kampf mit der Kunstgeschichte“

Kunst USA Art Institute of Chicago Harold Joachim Kunstgeschichte Handel Kunsthandel New York

Elternhaus und Jugend in Wien und Frankfurt

24'23
Eltern stammen aus Russland und lernten sich in Wien kennen (Vater war Fabrikant); Musik- und Kunstinteresse in der Familie; zu Egon Schiele
26'38
Über die Zwanziger Jahre: Insolvenz des väterlichen Betriebs 1929/1930 und Verarmung der Familie; Schulzeit und Besuch des Pensionats in Frankfurt
30'10
Prägende Schuljahre in Frankfurt; Begeisterung für Deutschland

Frankfurt am Main Wien Russland Kunst Egon Schiele Musik

Motive für die Emigration aus Österreich in die USA

32'10
Emigrationsmotiv: Flucht vor dem Nationalsozialismus; Emigration 1938, wurde von der Gestapo gesucht
33'56
Mehrere Berufe gleichzeitig; Begabung als Zeichner (malte u.a. Poster, Preistafel), Bühnenbildner, Theaterreklame; Tätigkeit als Clown beim Zirkus
36'28
Frühes politisches Interesse; politische Aktionen während der Schulzeit; zum Austrofaschismus und zur politischen Geschichte Österreichs in den 1920er Jahren; Erinnerungen an den „Anschluss“ Österreichs und mit Hakenkreuz uniformierte Polizisten
44'18
Emigration über Frankreich in die USA; Interesse für die Literatur von Upton Sinclair

Österreich „Anschluss“ Österreichs Widerstand Schauspielerei Malerei Politik Literatur Austrofaschismus Geheime Staatspolizei (Gestapo) Nationalsozialismus Upton Sinclair USA Exil Emigration Frankreich

Sein Verhältnis zu den USA und zur alten Heimat

45'56
Lebt seit 50 Jahren in New York; Akkulturation: legt Wert auf Trennung zwischen deutscher und englischer Sprache; hat keine Rachegefühle gegenüber Deutschland bzw. Österreich; Selbstverständnis als jüdischer und österreichischer Emigrant
52'07
Zur Religion
53'39
Über das Verhältnis von Kunst und Religion, Künstler im Ersten Weltkrieg und Militarismus; über Erinnerungskultur und das Erinnern an den Holocaust
57'58
US-Soldat im Zweiten Weltkrieg in Europa; zum Leben als Migrant („Man kommt nicht zur Ruh.“)

Exil Holocaust Erinnerungskultur US-Army USA Antisemitismus Emigration New York Religion Militärdienst NS-Aufarbeitung Erster Weltkrieg Kunstgeschichte Kunst Judentum Verfolgung Diskriminierung