Will Quadflieg

geb. 15. September 1914 in Oberhausen; gest. 27. November 2003 in Osterholz-Scharmbeck

Berufe: Schauspieler, Regisseur, Sprecher
GND-Nummer: 118597272

„Nicht viele, die das gesprochene Wort beherrschen wie er – die Sprache der Dichtung, die tönende Poesie in der Weltliteratur, Drama, Epik und Lyrik, Verse, Balladen, Zitate, Monologe, vom klassischen Pathos bis hin zum volksmundhaft-schlichten Reim. Will Quadflieg gehört zu den wenigen Schauspielern, Menschengestaltern unserer Zeit, die die besondere Kunst der Rezitation auch heute noch meistern.“ (aus: 02'57)

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40:18

ERSTES INTERVIEW

00'00
Einstieg Troschke über Gedichtrezitation
00'29
EINSPIELER Quadflieg rezitiert Prometheus
02'57
Einstieg Troschke Fortsetzung

Johann Wolfgang von Goethe „Prometheus“ Schauspielerei Lyrik

Über Selbsterkenntnis und -kritik

06'08
Leitgedanke: Rilke „Wer spricht vom Siegen? Überstehn ist alles“
07'19
Die frühe Karriere Quadfliegs; „Ruhm ist eine höchst fragwürdige Angelegenheit“; über „Hürden im Leben“

Schauspielerei Rainer Maria Rilke „Requiem – Für Wolf Graf von Kalckreuth“ Lyrik

Kindheit und Weg zum Theater

10'24
Erinnerungen an die Kindheit in Oberhausen; Sprachunterricht in Mülheim an der Ruhr
12'19
Über den Vater und Erfolgsdruck; Korrespondenz mit und Vorsprechen bei Friedrich Kayßler
13'51
Freude an der Sprache und dem Umgang mit dem Wort; schauspielerische Fähigkeiten; Hans Schweikart

Theater Schauspielerei Oberhausen Friedrich Kayßler Mülheim an der Ruhr Hans Schweikart

Schauspieler während der NS-Herrschaft 1933-1945

25'51
Beginn der NS-Herrschaft 1933; Lektüre von Bertolt Brecht- und Werfel-Texten; Verurteilung der Bücherverbrennungen und der Blut-und-Boden-Ideologie
28'30
Zur Karriere im Nationalsozialismus; kein Militärdienst wegen Heinrich George
29'47
Über Heinrich George
30'55
Schlüsselrollen; Drang zur Charakterisierungen
33'56
Zu Einladungen von NS-Größen
34'41
Kriegsende 1945: vom Oberkommando des Heeres (OKH) zum Herumreisen (Tournee) Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 abgeordnet; Auftritte vor Soldaten; Erinnerungen an den Flüchtlingstreck von Breslau in den Westen

Franz Werfel Bertolt Brecht Schauspielerei Heinrich George Zweiter Weltkrieg Nationalsozialismus Militärdienst Weimarer Republik Wrocław (Breslau) Theater Literatur NS-Kulturpolitik Bücherverbrennung

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39:12

ZWEITES INTERVIEW

Leben während des Zweiten Weltkriegs

00'00
Die 3 letzten Kriegsjahre; Vorverlegung von Theaterpremiere wegen Fliegerangriffen
02'06
Kriegserlebnisse und der Beruf des Schauspielers

Schauspielerei Zweiter Weltkrieg Theater

Nachkriegszeit

04'39
Wichtigste Stationen in der Nachkriegszeit: Hamburg und Zürich; Besonderheit Zürich durch viele Emigranten
06'28
Ensemblegründung mit Maria Becker und Robert Freitag
07'57
Moderne Autoren: u.a. Thomas Bernhard; Reizüberflutung durch Reklame

Robert Freitag Hamburg Schauspielerei Zürich Thomas Bernhard Theater Nachkriegszeit Emigration Maria Becker

Über die Kunst des Schauspielers und über Gustaf Gründgens

10'04
Schauspielerei und Kommunikation
12'07
Selbstzweifel und Zweifel am Beruf
15'29
Parallelen zwischen Quadflieg und Gründgens
16'40
Die Bedeutung von Gustaf Gründgens für Will Quadflieg
18'55
Zum Pflichtbewusstsein
20'33
Über das Gedächtnis und zum Repertoire

Schauspielerei Gustaf Gründgens

Theaterkrise und Blick in die Zukunft

23'33
Zur angeblichen Theaterkrise
26'16
Über das „Theaterqualitätsbewusstsein“ der Gesellschaft
27'22
Über alternative Berufswünsche
29'20
Aufgaben für die Zukunft: Stücke mit Gegenwartsbezug („Hamlet bleibt immer zeitlos.“)
30'43
Besorgter Blick in die Zukunft; zur Ehe
33'44
Die Beziehung von Schauspielern zur Existenz
37'50
Über Leitsätze und Rilkes Vers „Wer spricht vom Siegen? Überstehn ist alles“

Theater Schauspielerei Lyrik William Shakespeare Rainer Maria Rilke „Requiem – Für Wolf Graf von Kalckreuth“ „Hamlet“