Willi Daume

geb. 24. Mai 1913 in Hückeswagen; gest. 20. Mai 1996 in München

Berufe: Unternehmer, Sportfunktionär
GND-Nummer: 118678949

„Willi Daume ist gewiss ein Realist und zudem ein Mann der Tat. Unter seiner Geschäftsführung hat sich der Deutsche Sportbund als überregionale Dachorganisation fast aller lokalen Turn- und Sportvereine zum mitgliederstärksten nichtstaatlichen Sportlerorganisation der Welt entwickelt. Dass es ihm bei dieser Arbeit als Deutscher-Sportbund-Vorsitzender aber weniger auf den Nachweis imponierender Mitglieder-Zuwachsraten ankommt, beweisen seine Reden und Aufsätze, in denen er sich mit diplomatischem Geschick auch auf die Erörterung höchst unbequemer Fragen einlässt, die man etwa als sportpolitische Probleme umschreiben könnte.“ (aus: 02'43)

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INTERVIEW

Entstanden: 1966 in Bad Gastein

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Einstieg Troschke: Kurzbiografie Willi Daume; Bedeutung des Sports in der Gesellschaft

Werdegang

07'50
Über die Bedeutung und Besonderheit seiner Ämter als Vorsitzender des Deutschen Sportbunds und Präsident des Nationalen Olympischen Komitees: staatsferne Ehrenämter; nicht nur Sportverbände sondern auch Sportmedizin
10'40
Werdegang: Bereits beide Eltern sportbegeistert (v.a. Tennis); Sportmanagement

Nationales Olympisches Komitee Sportverband Sportmedizin Deutscher Sportbund Sport Sportmanagement

Sport und Gesellschaft

14'38
Politisierung des Sports; aufgewachsen in einer katholischen und sportlichen Familie; Abgrenzung von politischen Organisationen im nationalsozialistischen Deutschland
17'50
Daumes Sportarten: Leichtathletik, Handball, Basketball und Fussball
19'50
Über die politische und gesellschaftliche Dimension der Sporterziehung
23'38
Plädoyer für eine Sportförderung, die Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit statt nationaler Repräsentanz im Fokus hat
24'57
Zukunftsmodell Tagesschule
27'01
Schwellenangst durch Hochleistungssport im TV; „zweiten Weg“; Sportabzeichen als Motivation für Fitness
31'19
Optimistische Einstellung; Olympische Spiele in München; Olympische Idee; Zivilisationsschäden

Olympische Spiele Religion Sporterziehung Sport Nationalsozialismus Olympische Idee Katholizismus Olympische Sommerspiele 1972 München

Wegbegleiter und Sport in der Zukunft

36'11
Geistige Entwicklung begann in der Nachkriegszeit; enger Kontakt zu Theodor Heuss, Ortega y Gasset; Interesse für moderne Malerei, Musik sowie Sport
41'16
Über die verschiedenen Formen der Sportwerbung
45'23
Blick auf die Olympischen Spiele in München 1972: Hoffnungen für die Zukunft

José Ortega y Gasset Sport Olympische Spiele Olympische Sommerspiele 1972 München Nachkriegszeit Theodor Heuss Malerei Musik